Fernsehkoch: Johann Lafer will beim Rosenmontagszug Düsseldorf 2020 mitfahren

Grill-Session : Johann Lafer will beim Rosenmontagszug mitfahren

Das sonnige Osterwochenende hatte einen ersten Vorgeschmack auf den kommenden Sommer gegeben. Viele nutzten schon mal die Gelegenheit, den Grill zu entstauben und die Kohlen zum Glühen zu bringen. Welchen besseren Zeitpunkt könnte es also geben, sich mit Starkoch Johann Lafer bei der Präsentation seines neuen Grills bei QVC über das Grillen zu unterhalten? Und den Rosenmontagszug, bei dem er gerne mal mitfahren würde.

Obwohl der 61-jährige Johann Lafer schon über 40 Jahre im Kochgeschäft ist, grillt er erst seit 13 Jahren. Anlässlich der WM 2006 sollte der beliebte Küchenmeister während einer Gartenmesse einige Halbzeit-Snacks auf dem Grill zubereiten. „Ich hatte bis dahin eigentlich keinerlei persönliche Erfahrungen mit dem Grillen. Ich habe das so wie jeder gemacht und manchmal bei der Tankstelle einen kleinen Grill gekauft, um mal schnell was im Garten zu machen“, erzählt der Koch. Die Beschäftigung mit dem Thema habe dann aber schnell das Feuer in ihm entfacht, und seitdem ist das Grillen seine große Leidenschaft.

Das Brutzeln ist für Lafer eine Kunst, bei der es viel zu beachten gibt. „Ich finde, das ist schwieriger als Kochen. Und es macht auch schon mal richtig Stress“, sagt er bei einem Besuch des Teleshopping-Senders QVC am Wochenende. „Man braucht sehr viel Geduld, ein gutes Zeitmanagement, und man muss sich mit dem Thema beschäftigen“, fasst der Österreicher zusammen. Langsames Garen steht für ihn im Vordergrund, so könne man vermeiden, dass das Fleisch außen knusprig, aber innen roh ist. Von Marinaden und Öl rät der Experte ab. „Wenn die ins Feuer tropfen, entstehen giftige Dämpfe.“

Für Überraschungen ist Johann Lafer also immer gut, denn eigentlich ist er ja prämierter Patissier mit langjähriger Erfahrung rund ums Backen. Dass er auch hier ausgesprochen geschäftstüchtig ist, beweist die Tatsache, dass Lafer bei QVC auch professionelle Backhelfer anpreist, an deren Entwicklung er maßgeblich beteiligt war. Ein Topf-Set von ihm gibt es auch. Der Spitzenkoch ist häufiger in Düsseldorf. Bei QVC präsentiert er – so wie jetzt auch – immer mal wieder seine Produkte. Zum Start der Tour de France übernahm er das Vip-Catering für das Bora-Hansgrohe-Team. Bei Kochschul-Betreiber Frank Petzchen hat er häufig Veranstaltungen, und auch zu Autogrammstunden kommt er gerne mal vorbei. An eine kann er sich ganz besonders gut erinnern. „Ich war beim Kaufhof zu einer Autogrammstunde und war ungefähr eine halbe Stunde vorher da. Da standen die Leute schon bis draußen vor der Tür. Ich habe gedacht, was ist denn da los, gibt es heute alles umsonst? Habt ihr im Preisausschreiben gewonnen?“ Erst dann sei ihm klar geworden, dass alle wegen ihm da waren, erzählt er lachend. Da ist es kein Wunder, dass es ihm hier so gut gefällt. Nicht nur die Stadt sei, was Kulinarik und Hochwertigkeit betrifft, sehr anspruchsvoll. „Der Düsseldorfer selbst hat ein extrem gutes Niveau. Wir haben in Kaiserswerth auf einem Straßenfest Hauptgerichte für 24 Euro verkauft. Das zahlt man auch im Restaurant. Das ist Wahnsinn.“ Darum ist für ihn auch klar, „wenn ich mal eine Bühnenshow machen würde, wäre Düsseldorf mein bevorzugtes Start-Ziel, weil die Stadt ein spektakuläres Publikum hat“.

Wenn der Sternekoch hier ist, besucht er gerne seine Düsseldorfer Kochkollegen wie Peter Nöthel, der mit dem Hummerstübchen sehr bekannt wurde. Bei Breuninger kann man ihn beim Einkaufen entdecken, und „beim Konditormeister, den jeder kennt“, kauft er seine Trüffelpralinen. Aber nicht immer muss es exklusive Kost sein. „Himmel und Erde als eines der großen Traditionsgerichte liebe ich sehr. Mit einem Glas Bier dabei ist das einfach großartig. Ich liebe sowieso generell die erdverbundene Küche. Da gibt es mittlerweile fast zu wenig von, weil die internationalen Ketten langsam überall Überhand nehmen“, findet der 61-Jährige.

Eines würde Johann Lafer wahnsinnig gerne mal machen. „Ich habe es noch nicht geschafft, auf dem Rosenmontagszug mitzufahren. In Köln und Mainz war ich schon dabei“, wie er berichtet. Aber in Düsseldorf habe ich noch keinen gefunden, zu dem ich Zugang habe und der mich einladen würde“, sagt er amüsiert. „Ich komme aus Österreich und habe als Kind nichts damit zu tun gehabt, aber ich finde die rheinische Frohnatur einfach großartig. Es ist so faszinierend, wenn die Leute sich einfach mal drei Tage richtig gehen lassen.

Nicole Esch

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