Deutsche Oper am Rhein - aktuelle News zur Rheinoper

Deutsche Oper am Rhein - aktuelle News zur Rheinoper (Foto: Hans Jörg Michel)
Deutsche Oper am Rhein

Die Deutsche Oper am Rhein ist ein Zusammenschluss der Städte Duisburg und Düsseldorf auf Theater-Ebene. Spielorte sind das Opernhaus Düsseldorf und das Theater Duisburg.

Die Städte Düsseldorf und Duisburg stellen mit ihrer langatmigen Theaterehe eine Besonderheit im deutschsprachigen Raum dar. Aufgrund verschiedener historischer Komplikationen zwischen den beiden Theaterhäusern ist die Ehe bis heute noch erhalten und gehört als Deutsche Oper am Rhein zu den bedeutendsten Opernhäusern Deutschlands.

Ihren ersten Vertrag schlossen die Häuser bereits 1887, nachdem die Duisburger Tonhalle mit Webers „Preziosa“ eingeweiht wurde. Nach der Eröffnung der Tonhalle, begann Duisburg 1911 mit dem Bau eines neuen Theaters und 1919 mit dem Aufbau eines eigenen Ensembles, sodass Duisburg die Theaterehe mit Düsseldorf beendete.

Ihre letzte Inszenierung hatte die Deutsche Oper am Rhein am 21. Juni 1921 mit Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“. Kurz darauf am 25. September 1921 wurde die Duisburger Oper gegründet und Duisburg ging mit Bochum eine Theaterehe unter dem Generalintendanten Saladin Schmitt ein. Die Häuser ergänzten sich gegenseitig im Repertoire. Dennoch endete die Ehe mit der Spielzeit 1934/ 1935. Nachfolgender Operndirektor wurde Rudolf Scheel. Düsseldorf hingegen taufte nach der gescheiterten Ehe mit Duisburg sein Gebäude „Opernhaus“.

Häuser in Düsseldorf und Duisburg im Zweiten Weltkrieg zerstört

Beide Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört. In Duisburg geschah dies 1942 unmittelbar nach einer Aufführung von Wagners „Tannenhäuser“ und in Düsseldorf 1943. Das Düsseldorfer Opernhaus wurde auf Anweisung der Reichstheaterkammer in kürzester Zeit wieder aufgebaut und feierte am 1. Mai 1944 mit Beethovens einziger Oper „Fidelio“ seine Eröffnung. Aber aufgrund von Kriegswirren wurden alle Theater in Deutschland am 1. September 1944 geschlossen.

Erst am 9. Oktober 1945 mit der Premiere von Puccinis „Tosca“ wurde das Düsseldorfer Opernhaus unter der Leitung von Gustaf Gründgens wieder eröffnet. Zu dieser Zeit diente das Opernhaus auch dem Düsseldorfer Schauspielhaus als Spielstätte.

Das Duisburger Opernhaus wurde erst Ende der 40er-Jahre aufgebaut und feierte am 1. Oktober 1950 mit Lessings Drama „Emilia Galotti“ und der Unterstützung des Ensembles vom Schauspiel Bochum seine Wiederkehr. Im Jahre 1951 holte die Düsseldorfer Stadtverwaltung Walter Bruno Iltz als Generalintendant der Städtischen Bühnen nach Düsseldorf, somit wurde Gründgens neuer Indentant des Schauspiels Düsseldorf und konzentrierte sich von nun an auf das Sprechtheater.

Deutsche Oper am Rhein feiert Goldene Hochzeit

Aber schon fünf Jahre später ging Iltz in den Ruhestand und Hermann Juch wurde Generalintendant des Opernhauses. Er ordnete das Musiktheater und das Ballett neu, in dem das Düsseldorfer Opernhaus erneut eine Theaterehe mit der Duisburger Oper einging. Die Bildung der Deutschen Oper am Rhein wurde 1955 mit einem Vertrag beschlossen und feierte in Düsseldorf am 29. September 1956 mit Strauss Oper „Elektra“ ihren Spielzeitbeginn. Die Duisburger Oper eröffnete ihre Spielzeit mit Verdis „Falstaff“.

Mit der Spielzeit 1964/ 1965 wurde Grischa Barfuss Generalintendant und hatte diesen Posten 20 Jahre lang inne, bevor Kurt Horres 1986 Indentant wurde. Im Jahre 1996 eröffnete die Operngesellschaft Düsseldorf-Oberkassel eine Ballettschule für Nachwuchstalente. Zu dieser Zeit wurde Tobias Richter auf den Intendanten-Posten berufen. Die Theaterehe feierte in der Spielzeit 2006/ 2007 ihre „Goldene Hochzeit“.

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