Torjäger Osayamen Osawe trifft drei Mal und ist beim KFC Uerdingen angekommen

Drei Tore erzielt, eins vorbereitet : Osawes großer Auftritt

Der im Winter verpflichtete Stürmer nutzt in Aalen seine Chance. Er erzielt beim 4:2-Sieg der Uerdinger drei Tore und bereitet das vierte vor. Es ist der zweite Auswärtssieg des KFC in Folge.

Die Stimmung ist nicht ausgelassen, aber gut. „Cordula Grün“ dröhnt es aus der Kabine des KFC Uerdingen. Der eine oder andere Spieler singt lautstark mit. Der 4:2-Sieg beim VfR Aalen tut einfach gut.

Osayamen Osawe steht vor der Kabine und lächelt. Seine Freude hat er schon auf dem Platz heraus geschrien – nicht ein Mal, nicht zwei Mal, nicht drei Mal, sondern vier Mal. Schon früh brachte er nach einem Freistoß von Roberto Rodriguez den KFC per Kopf in Führung. Als er 45 Sekunden nach der Pause nach einem Doppelpass mit Maurice Litka auf 2:0 erhöhte, waren die Weichen zum Sieg gestellt. Spätestens nach dem 3:0, das Osawe vorbereitete und Rodriguez vollendete, schien der Dreier perfekt. Doch die bereits abgestiegenen Gastgeber steckten nicht auf und kamen auf 2:3 heran. Aber die Uerdinger hatten ja Osawe, der in der Nachspielzeit mit seinem dritten Treffer endgültig für die Entscheidung sorgte.

Osawe ist beim KFC angekommen. Endlich! Denn einige Fans hatten ihn schon als Chancentod und Fehleinkauf abgestempelt. Er hat sie mit seinen vier Paukenschlägen verstummen lassen. „Es war ein gutes Spiel von uns“, sagte Osawe. „Wir mussten heute gewinnen. Als wir 3:0 führten, dachten wir, Aalen wäre K.o.. Aber sie sind zurück gekommen.“ Der dreifache Torschütze, der glückselig den Ball mitgenommen hat, denkt in der Stunde seines großen Triumphs aber auch an den Trainer und die Mitspieler: „Wir haben heute etwas Neues ausprobiert. Das Zusammenspiel mit Rodriguez und Litka hat sehr gut funktioniert. Wir haben viel miteinander gesprochen und uns gegenseitig geholfen.“

All das stimmte Trainer Frank Heinemann, der wegen der Sperren von Maximilian Beister, Stefan Aigner und Manuel Konrad zu Umstellungen gezwungen war, bei aller Freude auch nachdenklich. „Ich muss mich natürlich fragen, warum wir nicht vorher in der Formation gespielt haben? Aber wir hatten wenig Zeit. Es gab viele personelle Wechsel, deshalb wollten wir nicht viel ändern. Yamen hat heute seine Chance bekommen und genutzt. Das Spiel war aber auch optimal für ihn.“

Heinemann berichtete von einer statistischen Auffälligkeit. „Yamen hat in jeder Saison ein Spiel, in dem er drei Tore macht, das war schon in Kaiserslautern so.“ Der Trainer verschwieg aber auch nicht, dass Osawe noch das eine oder andere Tor mehr hätte machen können.

Aalens Trainer Rico Schmitt hingegen schwärmte von Osawe: „Er ist ein Unterschiedsspieler, dem hatten wir nichts entgegen zu setzen. Er ist der schnellste Spieler der Liga und hat in der Dritten Liga eigentlich nichts zu suchen. Wenn sein Kopf mitspielt, gehört er in die Zweite Liga.“

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