Gleich zehn Spieler fehlen dem Drittligist KFC Uerdingen beim VfR Aalen

Zehn Spieler fehlen in Aalen : Osawe führt den Sturm des KFC

Auf dem 25 Jahre alten Nigerianer, der im Winter geholt wurde, ruhen im Angriff die Hoffnungen. Seine Qualitäten im Konterspiel können für die Uerdinger zum Trumpf beim wichtigen Auswärtsspiel in Aalen werden.

Der KFC Uerdingen fühlt sich in Duisburg nicht wohl. Das ist kein Geheimnis. Die Zahlen belegen es: Von 51 möglichen Punkiten holten die Blau-Roten 19; damit weisen sie die viertschlechteste Heimbilanz auf. Etwas schlechter ist noch der VfR Aalen, der von 48 möglichen Zählern 14 holte und damit in dieser Statistik die Rote Laterne trägt. Aber nicht nur hier, denn die Aalener sind mit 30 Punkten Tabellenletzter der Dritten Liga und so gut wie abgestiegen. Selbst wenn sie alle noch ausstehenden vier Begegnungen gewinnen sollten, dürfte es nicht mehr zum Klassenerhalt reichen. „Das Spiel gegen uns ist die letzte Patrone, die sie haben“, sagt Abwehrspieler Alexander Bittroff. Auch KFC-Trainer Frank Heinemann glaubt, dass die Süddeutschen noch einmal alles versuchen werden. „In Aalen liegt es nicht an fehlender Qualität, sondern es ist manchmal dumm gelaufen“, sagt KFC-Trainer Frank Heinemann. „Die könnten auch acht, neun, oder zehn Punkte mehr haben. Wir haben großen Respekt, und das ist keine Floskel.“

Den Uerdingern mit 44 Punkten hingegen bietet die Begegnung die Gelegenheit, den wahrscheinlich entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Und dass sie bei den zur Flucht nach vorn verdammten Aalenern auswärts antreten, ist gewiss kein Nachteil. Immerhin wurden zuletzt auf fremden Plätzen in Essen im Pokal (2:0) und in Lotte (3:1) zwei ganz wichtige Siege errungen.

„Dann müssen wir aber anders auftreten als zuletzt daheim gegen Braunschweig“, sagt Trainer Frank Heinemann. „Aber das wissen die Spieler. Die Jungs sind ja nicht blind. Die sehen auch, was gefehlt hat.“ Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, Mannschaftsgeist – darauf wird es in Aalen ankommen, weniger auf spielerische Akzente.

Heinemann hat aber nicht nur Respekt vor dem Gegner, sondern auch personelle Sorgen, die ihm Kopfzerbrechen bereiten. Da ist zum einen die lange Liste mit Langzeitverletzten: Dennis Daube (Patellasehne), Ali Ibrahimaj (Sehnenabrisss im Oberschenkel), Robin Udegbe (Schulteroperation), René Vollath (Innenbandriss), Khalil Mohammad (Jochbeinbruch), Adriano Grimaldi und Adam Matuschyk (beide Riss des Syndesmosebandes). Hinzu kommt, dass in Stefan Aigner, Maximilian Beister und Manuel Konrad gleich drei Stammspieler gesperrt sind. Lediglich Kevin Großkreutz kehrt nach abgelaufener Sperre zurück.

Großkreutz wird natürlich spielen. Aber wer noch? „Drei Veränderungen muss es geben, es können aber auch vier oder fünf werden“, sagt Heinemann, der sich auch durchaus vorstellen kann, vom bisherigen 4-3-3-System abzuweichen. Schließlich wird es am Samstag (14 Uhr) zunächst einmal darauf ankommen, stabil zu stehen und nicht in Rückstand zu geraten und dann die sich ergebenden Konterchancen zu nutzen. Das wird an vorderster Front die Aufgabe von Osayamen Osawe sein, der wahrscheinlich die einzige Spitze bildet. Aus dem offensiven Mittelfeld könnten sich dann Maurice Litka oder Patrick Pflücke dazu gesellen. Als Konterspieler stünde auch noch Johannes Dörfler bereit, der aber zunächst auf der Bank sitzen dürfte.

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