Fußball: KFC Uerdingen verliert gegen Eintracht Braunschweig

KFC unterliegt gegen Braunschweig : Uerdingen in akuter Abstiegsgefahr

Der KFC verliert vor 5.099 Zuschauern gegen Eintracht Braunschweig am Ende verdient mit 0:3. Maximilian Beister trifft vor der Pause per Elfmeter nur den Pfosten. Am Samstag geht es zum Schlusslicht nach Aalen.

Fußball verrückt: Der KFC Uerdingen, nach der Hinrunde Tabellenritter einen Punkt hinter Spitzenreiter VfL Osnabrück gerät noch in Abstiegsgefahr. Eintracht Braunschweig, nach der Hinrunde mit 13 Punkten abgeschlagenes Schlusslicht, ist die drittbeste Mannschaft der Rückrunde und arbeitet erfolgreich am Klassenerhalt. Diese Trends wurden am Abend des Ostermontag bestätigt. Die Uerdinger verloren gegen die Niedersachsen mit 0:3 (0:1) und blieben damit auch im achten Heimspiel des Jahres ohne Sieg.

Frank Heinemann hatte seine Mannschaft erwartungsgemäß nur auf zwei Positionen geändert: Für den nach seiner zehnten Gelben Karte gesperrten Kevin Großkreutz spielte Alexander Bittroff als rechter Außenverteidiger und in der Zentrale der Viererkette kam wieder der zuletzt gesperrten Mario Erb für Dominic Maroh zum Zug.

„Wir werden alles tun, um endlich den ersten Heimsieg im Jahr 2019 zu feiern“, hatte Heinemann gesagt, der mit der Leistung gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück (1:3) zufrieden war, nicht aber mit der Chancenverwertung. Die Uerdinger starteten ordentlich, setzten einige spielerische Akzente, doch die erste große Chance hatten die Gäste, die immer wieder Nadelstiche setzten, nach einer Viertelstunde durch Manuel Janzer, der jedoch den Ball verzog. In der 21. Minute machte er es besser, als die Blau-Roten den Ball am Fünf-Meter-Raum nicht klären konnten, brachte er die Gäste in Führung. Ein Wirkungstreffer, denn fortan wirkte die Eintracht stabiler, selbstbewusster und gefährlicher.

Doch dann haderten die Uerdinger zum zweiten Mal mit Schiedsrichter Alt. Hatte er vor dem 0:1 ein Foul an Stefan Aigner im Mittelfeld nicht geahndet, so pfiff er nun einen aussichtsreichen Konter nach einem Foul an Manuel Konrad ab, um Putaro die Gelbe Karte zu zeigen. Das hätte er auch noch später gekonnt, so dass der Ärger berechtigt war. Der war dann wenig später verraucht, als der Referee nach einer Flanke von Christian Dorda und einem Handspiel von Robin Becker auf den ominösen Punkt. Maximilian Beister lief an, traf aber nur den Pfosten. So ging es mit dem 0:1-Rückstand des KFC in die Pause.

Heinemann reagierte und brachte nach dem Wechsel Stürmer Osayamen Osawe für Mittelfeldspieler Roberto Rodriguez. Und die zweite Halbzeit begann wie die erste. Die Uerdinger spielten gefällig, ohne gefährlich zu werden. Die Eintracht hingegen erhöhte auf 0:2, als sie erstmals nach Wiederbeginn in den Strafraum kam. Torhüter Robin Benz ließ den Ball, den er bei einem Laufduell schon gewonnen hatte, wieder los und Marcel Bär nahm das Geschenk dankend an. Der eingewechselte Mike Feigenspan machte eine Viertelstunde vor Schluss den Deckel drauf.

Uerdingen Stürmer Stefan Aigner sah in der 82. Minute noch die Gelb-Rote Karte und fehlt am kommenden Samstag. Dann muss der KFC zum Schlusslicht VfR Aalen. Für die Gastgeber die letzte Chance, wenn sie den Abstieg noch verhindern wollen; für den KFC die nächste Gelegenheit, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.

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