KFC Uerdingen gerät durch die 0:3-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig in Abstiegsgefahr

Nach 0:3-Pleite gegen Braunschweig : Jetzt gerät der KFC sogar noch in Abstiegsgefahr

Der KFC Uerdingen verliert gegen Eintracht Braunschweig mit 0:3. Mit 44 Zählern sind die Krefelder auf Rang elf der Tabelle. Vier Spieltage vor Ende der Saison steckt der KFC damit in Abstiegsgefahr.

Fußball verrückt: Der KFC Uerdingen, nach der Hinrunde Tabellendritter, gerät noch in Abstiegsgefahr. Eintracht Braunschweig, nach der Hinrunde mit 13 Punkten abgeschlagenes Schlusslicht, ist die drittbeste Mannschaft der Rückrunde und arbeitet erfolgreich am Klassenerhalt. Diese Trends wurden am Ostermontag bestätigt. Die Uerdinger verloren gegen die Niedersachsen mit 0:3 (0:1) und blieben damit auch im achten Heimspiel des Jahres ohne Sieg.

KFC-Trainer Frank Heinemann hatte seine Mannschaft erwartungsgemäß nur auf zwei Positionen geändert: Für den nach seiner zehnten Gelben Karte gesperrten Kevin Großkreutz spielte Alexander Bittroff als rechter Außenverteidiger und in der Zentrale der Viererkette kam der zuletzt gesperrte Mario Erb für Dominic Maroh zum Zug.

„Wir werden alles tun, um endlich den ersten Heimsieg im Jahr 2019 zu feiern“, hatte Heinemann vor der Partie gesagt. Der 54-Jährige war bereits mit der zuletzt gezeigten Leistung gegen den Aufsteiger VfL Osnabrück (1:3) zufrieden, nicht aber mit der Chancenverwertung. Die Uerdinger starteten ordentlich, setzten einige spielerische Akzente, doch die erste große Chance hatten die Gäste, die immer wieder Nadelstiche setzten. Nach einer Viertelstunde verzog Braunschweigs Manuel Janzer nur knapp. In der 21. Minute machte er es besser, als die Blau-Roten den Ball am Fünf-Meter-Raum nicht klären konnten. Ein Wirkungstreffer, denn fortan wirkte die Eintracht stabiler, selbstbewusster und gefährlicher.

Doch dann haderten die Uerdinger zum zweiten Mal mit Schiedsrichter Alt. Hatte er vor dem 0:1 ein Foul an Stefan Aigner im Mittelfeld nicht geahndet, so pfiff er nun einen aussichtsreichen Konter nach einem Foul an Manuel Konrad ab, um Putaro die Gelbe Karte zu zeigen. Wenig später war der Ärger dann verraucht, als der Referee nach einem Handspiel von Eintrachts Robin Becker auf den Punkt zeigte. Maximilian Beister lief an, traf aber nur den Pfosten. So ging es mit dem 0:1-Rückstand in die Pause.

Heinemann reagierte und brachte nach dem Wechsel Stürmer Osayamen Osawe für Mittelfeldspieler Roberto Rodriguez. Und die zweite Halbzeit begann wie der erste Durchgang. Die Uerdinger spielten gefällig, ohne gefährlich zu werden. Die Eintracht hingegen erhöhte auf 2:0, als sie erstmals nach Wiederbeginn in den Strafraum kam. Torhüter Robin Benz ließ den Ball, den er bei einem Laufduell schon gewonnen hatte, wieder los und Marcel Bär nahm das Geschenk dankend an. Der eingewechselte Mike Feigenspan machte eine Viertelstunde vor Schluss den Deckel drauf.

KFC-Stürmer Aigner sah in der 82. Minute noch die Gelb-Rote Karte und fehlt damit am kommenden Samstag. Dann muss der KFC zum Schlusslicht VfR Aalen. Für die Gastgeber die letzte Chance, wenn sie den Abstieg noch verhindern wollen; für den KFC die nächste Gelegenheit, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.

Statistik:

Uerdingen: Benz - Bittroff (68. Kefkir), Erb, Lukimya, Dorda - Pflücke, Konrad - Beister (68. Dörfler), Krempicki, Rodriguez Araya (46. Osawe) - Aigner. - Trainer: Heinemann

Braunschweig: Fejzic - Kessel (78. Menz), Robin Becker, Nkansah, Kijewski - Pfitzner (87. Rütten), Fürstner, Janzer (73. Feigenspan) - Bär, Philipp Hofmann, Putaro. - Trainer: Schubert

Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen)

Tore: 0:1 Janzer (22.), 0:2 Bär (55.), 0:3 Feigenspan (75.)

Zuschauer: 5099

Gelb-Rote Karte: Aigner (Uerdingen) wegen Foulspiels (82.)

Gelbe Karten: Erb, Beister, Konrad - Pfitzner, Kessel, Feigenspan

Besonderes Vorkommnis: Beister schießt Handelfmeter an den Pfosten (43.)

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