Beim KFC Uerdingen spielt gegen Eintracht Braunschweig Alexander Bittroff für Kevin Großkreutz

In diesem Jahr noch ohne Heimsieg : So will der KFC zu Hause endlich punkten

Obwohl Trainer Frank Heinemann kein Freund personeller Wechsel ist, könnte es beim KFC Uerdingen am Ostermontag gegen Eintracht Braunschweig eine weitere Veränderung geben.

Frank Heinemann ist Fußballer durch und durch. Fast ein halbes Jahrhundert beschäftigt er sich mit dem Sport. Dabei ergeht es ihm wie so vielen: Direkt abergläubisch ist er nicht, aber etwas dann irgendwie schon. So fand die Pressekonfernez vor dem Spiel des KFC Uerdingen gegen Eintracht Braunschweig (Ostermontag, 19 Uhr)unter freiem Himmel statt – aber nicht, weil die Sonne lachte und es angenehm warm war, sondern weil das vor den beiden Begegnungen in Essen (2:0) und Lotte (3:1) auch der Fall war, und die hatte der KFC nach zuvor zwölf sieglosen Spielen gewonnen. Und gegen die Niedersachsen soll der nun der nächste Bock umgestoßen werden: Der KFC hat im Jahr 2019 noch kein Heimspiel gewonnen. „Es ist traurig, dass man das im April sagen muss“, gesteht Heinemann. Am Montag aber soll es im achten Anlauf endlich klappen.

Der Coach ist zuversichtlich. „Gegen Osnabrück war ja nicht die Leistung frustrierend, wohl aber das Ergebnis“, sagt er, nachdem er ein, zwei Tage benötigte, um das zu verdauen. „Nach dem Spiel ist man als Trainer kaputt, auch wenn sich das komisch anhört, und nach einer Niederlage noch kaputter.“ Inzwischen ist er aber wieder auf dem Damm und hat sich einige Gedanken gemacht. Relativ einfach dürfte ihm die Entscheidung gefallen sein, wer für den gesperrten Kevin Großkreutz (zehnte Gelbe Karte) spielt: Alexander Bittroff. „Er ist zweikampfstark, lauffreudig und gibt immer alles“, sagt Heinemann „Auf ihn kann man sich hundertprozentig verlassen.“ Eine weitere Alternative ist Mario Erb, dessen Sperre abgelaufen ist. Gut möglich, dass er wieder in der Viererkette für Dominic Maroh aufläuft – so wie in Essen und Lotte. „Es ist ja nie eine Entscheidung gegen einen Spieler, sondern für einen Spieler“, sagt der Coach. So richtig das auch sein mag, für den Betroffenen ist es sicherlich nicht einfach, das auch gefühlsmäßig nachzuvollziehen. Als weitere Alternativen im offensiven Bereich bieten sich Maurice Litka und Osayamen Osawe an, doch dürften sie zunächst einmal auf der Bank Platz nehmen. Braunschweig ist nach einer desaströsen Hinrunde mit nur 13 Punkten nun die drittbeste Mannschaft der Rückrunde. Das macht die Aufgabe gewiss nicht leichter, aber reizvoller.

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