Schiedsrichter Gerach zeigt beim 1:3 zwischen Uerdingen und Osnabrück Nerven

1:3 gegen Osnabrück : Schiedsrichter verliert bei KFC-Niederlage die Nerven

Verrücktes Spiel in der Dritten Liga: Drei Schüsse, drei Tore - Spitzenreiter Osnabrück besiegt den lange überlegenen KFC Uerdingen mit 3:1. Und Schiedsrichter Gerach flippt aus.

Im Fußball gibt es immer wieder Überraschungen. Dass der Spitzenreiter VfL Osnabrück beim KFC Uerdingen gewinnt, mag nicht weiter ungewöhnlich sein. Wohl aber das Resultat von 3:1 (1:0) angesichts der Art und Weise, wie es zustande kam. Und dass ein Schiedsrichter sich gehen lässt, kommt auch nicht alle Tage vor.

Uerdingens Trainer Frank Heinemann bot erwartungsgemäß Dominic Maroh in der Viererkette für den gesperrten Mario Erb sowie im Mittelfeld Patrick Pflücke für den verletzten Adam Matuschyk (Riss des Synondesmosebandes) auf.

War der KFC bei den zuletzt gefeierten Siegen in Essen (2:0 im Pokal) und in Lotte (3:1) jeweils früh durch Maximilian Beister in Führung gegangen. Auch diesmal bestand die Chance durch Patrick Pflücke, doch schoss er über das Tor. Stattdessen geriet der KFC diesmal früh in Rückstand. Einen umstrittenen Freistoß aus 18 Metern verwandelte Marcos Alvarez direkt. Die 3.000 Osnabrücker unter den 6.000 Zuschauern waren aus dem Häuschen. Die Uerdinger waren in der Folge deutlich überlegen, kamen aber nicht zu zwingenden Chancen.

So ging es mit dem 0:1 in die Pause. Auf dem Weg in die Kabine musste sich Schiedsrichter Timo Gerach (Landau) einiges anhören, was ihm derart an die Nerven ging, dass er die Tür so zuknallte, wie man es ansonsten nur von unbeherrschten Spielern kennt.

Die Uerdinger erhöhten nach dem Wechsel den Druck noch weiter und hatten ihre nächste Möglichkeit durch Beister. Umso überraschender das 0:2 – ein Stich ins Uerdinger Herz. Anas Ouahim (55.) fasste sich aus 20 Metern ein Herz, zog einfach mal ab und traf genau in den Winkel. Doch die Blau-Roten spielten weiter nach vorn und hatten durch Stefan Aigner die nächste große Chance. Die Niedersachsen machten es einfach besser: Dritter Schuss, dritter Treffer, diesmal durch David Blacha aus 22 Metern (59.). Ein verrücktes Spiel.

Doch damit nicht genug. Nach einem Foul an Aigner zeigte der Unparteiische auf den ominösen Punkt und Maxiilian Beister verwandelte zum Ehrentreffer. Nach einer Tätlichkeit von Konstantin Engel gegen Beister sah der Osnabrücker noch die Rote Karte (80.).

Statistik:

Uerdingen: Benz - Großkreutz (70. Bittroff), Maroh (84. Osawe), Lukimya, Dorda - Pflücke, Konrad - Beister, Krempicki (61. Kefkir), Rodriguez Araya - Aigner. - Trainer: Heinemann

Osnabrück: Körber - Ajdini, Susac, Trapp, Engel - Blacha, Ulrich Taffertshofer - Heider (74. Farrona Pulido), Alvarez (63. Amenyido), Ouahim (86. Konrad) - Pfeiffer. - Trainer: Thioune

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau)

Tore: 0:1 Alvarez (6.), 0:2 Ouahim (55.), 0:3 Blacha (59.), 1:3 Beister (78., Foulelfmeter)

Zuschauer: 6000

Rote Karte: - Engel nach einer Tätlichkeit (80.)

Gelbe Karten: Großkreutz, Konrad, Bittroff

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