Manchester City - FC Liverpool: So viel Bundesliga steckt im Topspiel der Premier League

Manchester City gegen Liverpool : So viel Bundesliga steckt im Topspiel der Premier League

Am Donnerstag empfängt Manchester City den FC Liverpool zum Gipfeltreffen der Premier League. Das Spiel ist auch ein deutsches Klassentreffen. Denn nicht nur die beiden Trainer haben eine Bundesligavergangenheit.

Jürgen Klopp und Pep Guardiola beherrschen das Spiel auch abseits des Balles perfekt. Seit Tagen schon schieben sich die beiden Trainer die ungeliebte Favoritenrolle gegenseitig zu. Livepool sei derzeit das beste Team der Welt, ließ Guardiola wissen. Klopp verwies darauf, dass die Meisterschaft noch lange nicht entschieden sei. Die beiden Trainer-Veteranen wissen, wie Titelrennen geht. Beide haben das auch in der Bundesliga gelernt.

Klopp gewann mit Borussia Dortmund zwei Meistertitel, Guardiola mit dem FC Bayern München drei. An der Seitenlinie steht damit beim Spiel des Tabellenersten gegen den amtierenden Meister und derzeit Tabellendritten ein großes Stück Bundesligaexpertise. Noch mehr Bundesliga wird am Donnerstag aller Voraussicht nach auf dem Platz stehen: Neun Spieler in den beiden Kadern haben schon für deutsche Vereine gespielt.

Roberto Firmino 2011 kannten nur ein paar Experten den Namen Roberto Firmino. Das nutzte die TSG 1899 Hoffenheim. Für vier Millionen Euro holten die Kraichgauer den heutigen Topstürmer vom brasilianischen Klub Tombense, vier Jahre später ging Firmino für mehr als das Zehnfache (41 Millionen Euro) nach Liverpool.

Kevin De Bruyne Wenn Fans des VfL Wolfsburg an den jungen Belgier mit dem güldenen Haar denken, wird ihnen noch heute warm ums Herz. De Bruyne verzückte die Fans der Niedersachsen 2014 und 2015, nachdem der für stolze 22 Millionen vom FC Chelsea gekommen war. Im Sommer 2015 ging De Bruyne für noch stolzere 76 Millionen Euro zu Manchester City

Naby Keita Bei RB Leipzig war Naby Keita in den vergangenen Jahren ein nimmermüder Mittelfeldmotor. Er lief, er wühlte, er gewann Zweikämpfe. Deswegen holte der FC Liverpool den Mann aus Guinea im Sommer für 60 Millionen Euro. In England aber hat der 23-Jährige noch Anlaufschwierigkeiten.

Joel Matip Ausgerechnet einen Schalker holte der Ex-Dortmunder Jürgen Klopp 2016 nach Liverpool. Joel Matip hat in der laufenden Saison acht Spiele in der Premier League gemacht. Er war ablösefrei gekommen, als Liverpool noch nicht das große Geld in der Tasche hatte.

Xherdan Shaqiri Beim FC Bayern München tat sich der Schweizer in der Saison 2014/2015 richtig schwer, nachdem er für 11,8 Millionen vom FC Basel gekommen war. Auch die Jahre danach, nicht mehr bei Bayern, waren durchwachsen. In der vergangenen Saison spielte er bei Stoke City dann aber eine so starke Saison, dass Liverpool ihn für 14,7 Millionen Euro verpflichtete. Bei den Reds schlug er voll ein.

Divock Origi 2017 wurde der belgische Stürmer vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, nun ist er schon wieder zurück. Nennenswerte Ereignisse: keine.

Leroy Sané 100 Millionen Euro ist Leroy Sané wert. Damit ist er der teuerste deutsche Spieler und einer der wertvollsten der Premier League. Sechs Tore und acht Vorlagen gelangen ihm in 18 Ligaspielen in dieser Spielzeit. 2016 war er für 50,5 Millionen Euro vom FC Schalke gekommen.

Vincent Kompany Unglaublich, aber wahr: Vincent Kompany hat mit dem HSV mal im Uefa-Cup gespielt. Das war in der Saison 2007/2008. Es ist also gar nicht so lange her, wie man meinen könnte. Weil der belgische Innenverteidiger sich damals richtig gut anstellte, ließ sich Manchester City seine Dienste im Sommer 2008 8,5 Millionen Euro kosten. Ach, war das damals alles noch günstig.

Ilkay Gündogan Unter Trainer Jürgen Klopp feierte er in Dortmund große Erfolge. 2016 hatte Gündogan aber genug von Westfalen und stieg in den Flieger nach Manchester. 27 Millionen Euro zahlten die Scheichs an Schmerzensgeld an Dortmund.

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