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Hass im Netz: Englischer Fußball mit dreitägigem Social-Media-Boykott

Hass im Netz : Englischer Fußball mit dreitägigem Social-Media-Boykott

Englands Fußball-Clubs wollen Anfang Mai mit einem gemeinsamen Social-Media-Boykott gegen rassistische Beleidigungen und Anfeindungen in den sozialen Netzwerken protestieren.

Der englische Fußball setzt ein Zeichen gegen Hass und Diskriminierung im Internet. In einer gemeinsamen Aktion werden die englischen Profiklubs am kommenden Wochenende einen dreitägigen Social-Media-Boykott als Protest gegen Rassismus in den Sozialen Medien durchführen. Dies kündigten die nationalen Dachverbände am Samstag geschlossen an.

Der Boykott, der alle Vereine von der Premier League bis zur vierten Liga sowie die Frauen-Profiteams umfasst, wird vom kommenden Freitag (14 Uhr) bis Montagnacht andauern. Der Protest sei "eine Reaktion auf die anhaltenden und nachhaltigen diskriminierenden Beschimpfungen, mit denen Spieler und viele andere mit dem Fußball verbundene Personen online konfrontiert sind", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Premier League hatte bereits im Februar auf mehrere Rassismus-Vorfälle in England reagiert und das Programm "No room for racism" vorgestellt. Dadurch sollen Minderheiten bessere Chancen erhalten, im Profifußball Fuß zu fassen und Diversität sowie Gleichberechtigung gefördert werden.

Im Frühjahr hatte es wiederholt rassistische Beleidigungen gegen Fußballer und Fußballerinnen in den Sozialen Medien gegeben. Zu den betroffenen Spielern gehörten unter anderem Marcus Rashford und Axel Tuanzebe von Manchester United. Auch United-Stürmerin Lauren James war betroffen. Daraufhin wendete sich die Premier League auch an die Regierung und forderte rasche Maßnahmen.

(kron/SID)