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Bayer 04 Leverkusens Tabellenträume im Realitätscheck

Leverkusener Aufholjagd : Bayers Tabellenträume im Realitätscheck

Rein rechnerisch ist in der Bundesliga für Bayer Leverkusen nach oben wie unten noch einiges möglich. Wir blicken auf das Restprogramm der Werkself – und das ihrer Konkurrenten.

Leon Bailey war nach dem Sieg gegen Frankfurt betont optimistisch. Noch ist alles möglich“, sagte der Jamaikaner. Gemeint waren Bayers Chancen, bis zum Saisonende doch noch Platz vier und damit den Einzug in die Champions League zu erreichen. Auch sein Trainer Hannes Wolf sagte nach der Partie, dass es nicht ausgeschlossen sei, bis zum letzten Spieltag noch „oben reinzurutschen“, fügte aber hinzu: „Darüber sollten wir jetzt nicht zu viel nachdenken.“ Wir schauen auf die Restprogramme der Klubs, die hinter München und Leipzig rechnerisch noch für die Champions League in Frage kommen.

  • Ausgangslage Bayer belegt Rang sechs, fünf Punkte hinter Dortmund, sechs hinter Frankfurt und sieben hinter Wolfsburg. Drei Spiele stehen nach der Pokalpause noch an. Allerdings ist Vorsicht geboten. Hinter Leverkusen lauern mit jeweils nur vier Zählern Rückstand Mönchengladbach und Union Berlin auf Ausrutscher der Werkself.
  • Spielplan Für Wolf und seine Mannschaft geht es beim Abstiegskandidaten Werder Bremen, gegen Union Berlin und am letzten Spieltag in Dortmund weiter. Wolfsburg hat noch die Spiele gegen Union Berlin, in Leipzig und gegen Mainz vor der Brust. Frankfurt hat das vermeintlich einfachste Restprogramm des Quartetts. Gegen Mainz, beim FC Schalke und in Freiburg treten der scheidende Trainer Adi Hütter und seine Mannschaft noch an, ehe er im Sommer nach Mönchengladbach wechselt. Für den BVB stehen nach dem Pokal-Halbfinale gegen Holstein Kiel am Samstag in der Liga die Partien gegen Leipzig, in Mainz und gegen Leverkusen an.
  • Prognose Leverkusen braucht wohl drei Siege aus den drei Spielen, um im Endspurt die Sensation zu schaffen. Sollte Frankfurt trotz des auf den ersten Blick machbaren Restprogramms weiter Federn lassen – seit der Bekanntgabe von Hütters Wechsel an den Niederrhein setzte es neben dem 2:0 gegen Augsburg ein 0:4 gegen seinen künftigen Arbeitgeber und nun das 1:3 in Leverkusen – ist ein Champions-League-Showdown am letzten Spieltag in Dortmund möglich. Dafür müsste aber auch der BVB zwei seiner restlichen drei Ligaspiele verlieren, was angesichts der aktuellen Formstärke der Schwarz-Gelben nur mit viel Fantasie vorstellbar ist. Das schwächelnde Wolfsburg hat nach zuletzt drei Niederlagen in vier Partien trotzdem die beste Ausgangslage, um seinen Platz in den Top Vier zu behaupten, ist aber keineswegs durch.Fazit Von einem Last-Minute-Einzug in die Champions League zu träumen, ist legitim und kann auf die Profis der Werkself beflügelnd wirken. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass Leverkusen mit einem spektakulären Endspurt die Königsklasse sichert. Zuletzt gelang das in der Saison 2018/19 unter Wolfs Vorgänger Peter Bosz. Am letzten Spieltag führte ein 5:1-Sieg bei Hertha BSC die Werkself in die Königsklasse. Doch klar ist, dass die Konkurrenz noch alles in den eigenen Händen hat. Für Bayer geht es darum, Platz sechs zu halten und vorsichtig die Fühler nach oben auszustrecken. Sollten Dortmund oder Leipzig den DFB-Pokal gewinnen, würde das für die Europa League reichen – und nicht „nur“ für die Conference League, die kommende Saison startet.