Fortuna Düsseldorf: 2:1 gegen den FC Erzgebirge Aue

2:1 gegen den FC Erzgebirge Aue : Fortuna schafft den Einzug ins Pokal-Achtelfinale

Mit viel Mühe ist es Fortuna Düsseldorf geglückt, unter die letzten 16 Teams im DFB-Pokal zu kommen. Aufgrund der besseren zweiten Hälfte ist der 2:1-Erfolg über den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue verdient.

Eine solche Geisterkulisse hatte es in der Düsseldorfer Arena seit Drittligazeiten vor mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr gegeben. Ganze 20.141 Zuschauer hatten sich zum Zweitrunden-Pokalspiel der Fortuna gegen den FC Erzgebirge Aue eingefunden, was mehrere Gründe hatte: natürlich die nicht allzu große Attraktivität des Gegners, die eiskalten Temperaturen, aber auch die Preispolitik der Düsseldorfer, die für eine Tribünenkarte stolze 40 Euro aufriefen – auch für Dauerkarteninhaber, versteht sich. Sportlich wurde es ein durchwachsener Abend für die Gastgeber, die aber durch einen unterm Strich verdienten 2:1-Erfolg über den Zweitliga-Vierten immerhin ins Achtelfinale einzogen.

Wie angekündigt hatte Trainer Friedhelm Funkel seine Mannschaft gegenüber der 0:2-Pleite in der Bundesliga beim SC Paderborn auf einigen Positionen verändert. Nicht des Ergebnisses wegen, sondern weil der erfahrene Coach die hohen Belastungen durch Liga und Pokal ein wenig verteilen wollte. Fünf Umstellungen ergaben sich schließlich, die auffälligste davon im Tor, wo der zu Saisonbeginn vom VfB Stuttgart II gekommene Florian Kastenmeier zum ersten Mal eine Chance in einem Pflichtspiel bekam. Stammkeeper Zack Steffen stand ebenso wenig im Kader wie Kaan Ayhan, da beide in den vergangenen Monaten zusätzlich durch Länderspiele mit den USA beziehungsweise der Türkei beansprucht waren.

In der ersten Hälfte waren es aber vor allem an die Düsseldorfer Fans, die Erholung gebraucht hätten. Was ihre Fortuna ihnen da offerierte, knüpfte nahtlos an die spielerisch äußerst schwache Darbietung in Paderborn an, und das besserte sich naturgemäß durch den frühen Rückstand nicht: Linksverteidiger Niko Gießelmann ließ den Auer Dimitrij Nazarov entwischen, Kastenmeier wischte dessen Flanke zwar noch zur Seite, aber kein Abwehrspieler fühlte sich für den Torschützen Florian Krüger zuständig. Wer weiß, was mit der verunsicherten Fortuna weiter geschehen wäre, wenn Andre Hoffmann nicht per Kopf das fast sichere 0:2 durch Pascal Testroet verhindert hätte? So kam es doch noch kurz vor der Pause zum Ausgleich, als Rouwen Hennings einen Foulelfmeter (Sören Gonther an Erik Thommy) verwandelte.

Und tatsächlich befreite dieser Treffer die Fortunen von den schlimmsten Beklemmungen. Auch das Publikum half ihnen durch unermüdliche Unterstützung aus der schlimmsten Krise. Rundum überzeugend war der Auftritt der Gastgeber zwar noch immer nicht, aber das Führungstor von Innenverteidiger Kasim Adams nach einem von Dawid Kownacki verlängerten Eckball war aufgrund der zweiten Hälfte immerhin verdient. Somit auch der Einzug in die Runde der letzten 16, in der sich die Funkel-Truppe aber auf jeden Fall wird steigern müssen – ebenso wie für das Bundesliga-Rheinderby mit dem 1. FC Köln am Sonntag.

Statistik

Düsseldorf: Kastenmeier - Andre Hoffmann, Fink (46. Ampomah), Adams - Sobottka (77. Bodzek), Matthias Zimmermann, Morales, Gießelmann - Thommy (84. Zimmer), Hennings, Kownacki. - Trainer: Funkel

Aue: Männel - Rizzuto, Mihojevic, Gonther, Dennis Kempe - Riese (83. Daferner), Fandrich - Krüger, Nazarov (76. Hochscheidt), Samson - Testroet (59. Zulechner). - Trainer: Schuster

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)

Tore: 0:1 Krüger (12.), 1:1 Hennings (45., Foulelfmeter), 2:1 Adams (75.)

Zuschauer: 20.141

Beste Spieler: Hennings, Morales - Samson, Krüger

Gelbe Karten: Gießelmann (2), Sobottka - Samson