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Gladbach: Jonas Hofmann bekommt auf die Knochen - Doppelpack gegen Fürth

Gladbachs 4:0 gegen Fürth : Sommer und Hofmann benennen entscheidende Faktoren für klaren Sieg

Der eine erzielte seinen ersten Doppelpack in der laufenden Saison, der andere spielte zum zweiten Mal zu Null. Yann Sommer und Jonas Hofmann hatten ihren Anteil am ungefährdeten 4:0 gegen Greuther Fürth. Und für beide war die Anfangsphase der Borussen der Schlüssel zum Erfolg gegen das Tabellenschlusslicht.

Jonas Hofmann hatte ganz schön was abbekommen in der ersten Halbzeit. Gleich dreimal lag Borussias Nationalspieler mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden, weil er von Fürther Verteidigern an den Sprunggelenken getroffen worden war. „In der Halbzeit bin ich da gleich mit zwei Eisbeuteln behandelt worden. Aber ich habe nicht daran gedacht, wegen der Kratzer links und rechts aus dem Spiel zu gehen“, sagte Hofmann. Der Angreifer hatte einfach zu viel Spaß am Spiel seiner Mannschaft, die gegen die SpVgg Greuther Fürth schon zur Pause 3:0 führte und letztlich auch in der Höhe verdient 4:0 gewann.

Hofmann selbst hatte den klaren Sieg mit seinem Führungstreffer in der neunten Minute eingeleitet. „Ein schnelles 1:0 setzt natürlich zusätzliche Kräfte frei, dann fällt einem das Spiel auch etwas leichter“, sagte Hofmann. Indes war es nicht nur der Treffer, sondern vor allem der Auftritt der Mannschaft, mit dem Borussias bester Torschütze in der laufenden Saison sehr zufrieden war: „Wir waren aggressiv gegen den Ball, in den Zweikämpfen sehr präsent und hatten vorne ein sehr gutes und flexibles Positionsspiel.“

Für Gladbachs Torwart Yann Sommer war ebenfalls bereits die Anfangsphase entscheidend für die Entwicklung des Spiels. „Gerade nach einer Länderspielpause ist es wichtig, schnell wieder gut reinzukommen. Wir hatten die richtige Einstellung sowie die nötige Power und Aggressivität“, sagte der Keeper, der sich über die zweite weiße Weste in der laufenden Bundesligasaison freuen durfte. „Wir mussten in der Abwehr wieder personell umstellen, haben es aber gut gemacht und nichts anbrennen lassen. Und ein Zu-Null ist immer wichtig für das gesamte Team.“

Anders als zuletzt gegen den VfL Bochum, als Borussia nach einer souveränen Vorstellung und einer 2:0-Führung am Ende noch um den Sieg zittern musste, ließ Borussia die deutlich unterlegenen Fürther nicht ins Spiel kommen. „Unser Trainer hat das in der Halbzeit auch nochmals klar angesprochen, nach dem Wiederanpfiff nicht schläfrig, sondern weiter hungrig zu sein. Das Torverhältnis kann schließlich auch wichtig sein, wenn es in der Tabelle ganz eng ist. Da muss man gnadenlos durchziehen, und das haben wir nach der Pause auch ganz ordentlich gemacht“, sagte Hofmann, der mit seinem zweiten Tor für den Endstand sorgte.

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Auch Hütter selbst betonte nach dem Spiel, dass die Leistung nach der Pause gerade wegen der beruhigenden Führung für ihn von Bedeutung war. „Wir wollten weiter nach vorne spielen und trotzdem kompakt in der Defensive stehen. Das haben wir geschafft. Und wenn man bedenkt, wie viele Defensivspieler uns nicht zur Verfügung gestanden haben, dann muss man auch unserer Abwehr ein Kompliment machen. Die Jungs, die da heute gespielt haben, haben den Gegner sehr ernst genommen und diszipliniert verteidigt“, sagte Hütter.

Für den Trainer war es ein „souveräner und völlig verdienter Sieg“. Allzu viele Rückschlüsse auf die kommende Aufgabe am nächsten Samstag beim 1. FC Köln wollte er allerdings nach dem deutlichen Erfolg gegen den Tabellenletzten nicht ziehen. „Das sollte man nicht miteinander vergleichen, da erwartet uns ein anderes Spiel. Aber natürlich können wir aus diesem Sieg zusätzliches Selbstvertrauen für das Derby ziehen“, sagte Hütter.

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