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Super League ohne deutsche Klubs: Absagen von BVB, Bayern, Leipig, Gladbach, Leverkusen.

Absagen von BVB, Bayern und Co. : Deutsche Spitzenklubs lehnen Super League geschlossen ab

Drei feste Plätze in der geplanten europäischen Super League sind noch frei. Die deutschen Top-Klubs aus Dortmund, München, Leipzig, Gladbach und Leverkusen kündigten geschlossen an, dem viel kritisierten Konstrukt nicht beizutreten.

Borussia Dortmund zeigt kein Interesse am Beitritt zur neuen europäischen Super League des Fußballs und setzt auf eine reformierte Champions League. "Die Mitglieder des Boards der European Club Association (ECA) haben sich am Sonntagabend zu einer virtuellen Konferenz zusammengeschlossen und bekräftigt, dass der Board-Beschluss vom vergangenen Freitag nach wie vor Gültigkeit hat", sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Watzke am Montag in einer Stellungnahme auf der BVB-Homepage.

Dieser Beschluss besage, "dass die Klubs die geplante Reform der Champions League umsetzen wollen. Es war die klare Meinung der Mitglieder des ECA-Boards, dass man die Pläne zur Gründung einer Super League ablehnt". Watzke betonte, dies gelte auch für den deutschen Rekordmeister Bayern München. Beide Großklubs hätten "in allen Gesprächen zu 100 Prozent deckungsgleiche Auffassungen vertreten".

Zwölf Größen des internationalen Fußballs, darunter alle englischen Giganten sowie Real Madrid und der FC Barcelona, haben die Gründung einer von der UEFA unabhängigen Super League angekündigt.

Selbst hat sich der FC Bayern bisher nicht geäußert. Trainer Hansi Flick sagte allerdings am Montag in seiner Pressekonferenz vor dem Spiel am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen zu Super League: "Ich kenne nicht alle Details, aber ich stehe voll hinter der Aussage des Vereins und von Dortmund: Das wäre nicht gut für den europäischen Fußball."

Deutlich drastischer wurde Bayer Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler. Er sprach von einem „Verbrechen gegen den Fußball“ und forderte den Liga-Ausschluss aller Super-League-Teilnehmer.

RB Leipzigs Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff hat die Pläne zur Gründung einer Super League kritisiert. „Wir sind Verfechter des sportlichen Wettbewerbs“, sagte der Chef des Fußball-Bundesligisten der „Mitteldeutschen Zeitung“ am Montag. „Und der sportliche Wettbewerb im Profifußball sieht vor, dass man in der nationalen Liga darum kämpft, einen Tabellenplatz zu erzielen, der zur Teilnahme am internationalen Wettbewerb berechtigt.“ Die Pläne zur Gründung einer Super League lehne man ab.

Voll auf Konfrontationskurs zu den "Big 12" ging Borussia Mönchengladbach. "Es ist zynisch und heuchlerisch zu behaupten, dies sei ein Schritt zum Wohle des Fußballs", sagten Sportdirektor Max Eberl und Geschäftsführer Stephan Schippers. "Wir werden dafür kämpfen, dass die beteiligten Klubs von allen Wettbewerben auf nationaler und internationaler Ebene ausgeschlossen werden."

(kron/SID/dpa)