Aufregung wegen Brandt-Trikot Rollstuhlfahrer klärt Wirbel nach Dortmund-Spiel auf

Update | Dortmund · Nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League will BVB-Profi Julian Brandt einem Rollstuhlfahrer sein Trikot überreichen – dem wird das Geschenk scheinbar aus den Händen gerissen. Nun hat der Dortmund-Fan die Situation aufgeklärt.

Dortmunds Julian Brandt (Vorne) und Atleticos Axel Witsel kämpfen um den Ball.

Dortmunds Julian Brandt (Vorne) und Atleticos Axel Witsel kämpfen um den Ball.

Foto: dpa/Bernd Thissen

Das Stadion versank in Ekstase - doch inmitten des Jubels über den Einzug von Borussia Dortmund ins Champions-League-Halbfinale hat eine Aktion nach Spielende in den Sozialen Medien Ärger ausgelöst. BVB-Profi Julian Brandt wollte nach dem Triumph über Atletico Madrid (4:2) am Dienstagabend einem Rollstuhlfahrer sein Trikot zuwerfen. Aber eine Person mit grauer Wollmütze riss es dem Beschenkten aus der Hand und lief davon – so wirkte es zumindest auf dem kurzen Clip des Vorfalls aus der Live-Übertragung von Prime Video.

Das kurze Video verbreitete sich rasend schnell bei Twitter und wurde Informationen von Sky zufolge sogar Thema bei den Feierlichkeiten in der BVB-Kabine. Der Verein bestätigte dem SID noch in der Nacht, dass er den Rollstuhlfahrer ausfindig machen werde, damit dieser doch noch sein Trikot oder eine andere Aufmerksamkeit bekommt.

Das wird nun aber wohl nicht mehr nötig sein, denn einen Tag nach dem Vorfall klärte sich die Situation auf. Der BVB-Fan im Rollstuhl ist Kim Basenach, das Trikot „entrissen“ hat nicht etwa eine fremde Person, sondern seine Freundin, wie der Dortmunder im Gespräch mit der Bild am Mittwoch erklärt. „Diese Frau ist seit elf Jahren meine Freundin. Sie hat das Trikot nur genommen, weil Julian Brandt nicht näher herangekommen ist. Es war für uns ein schöner Moment.“

Das Paar besitzt Dauerkarten für das Westfalenstadion und war nach der geglückten Trikot-Übergabe von Julian Brandt voller Freude. „Ich wollte schon immer einfach mal ein Trikot nach dem Spiel. Wir sind richtige BVB-Fans. Ich habe alles vom Verein, was es zu kaufen gibt. Ich bin sehr stolz“, so Basenach weiter.

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Derweil träumen die Dortmunder nach dem ersten Einzug in ein Halbfinale der Champions League seit 2013 vom Endspiel. „Wenn man schon mal da ist, macht es auch Sinn, ums Finale zu kämpfen“, sagte BVB-Coach Edin Terzic bei Prime Video und versprach: „Wir werden alles versuchen.“ Gegner in der Vorschlussrunde ist Paris Saint-Germain, gegen den französischen Meister waren die Dortmunder in den Gruppenspielen (1:1, 0:2) ohne Sieg geblieben. „Auswärts hatten wir ein bisschen Probleme gegen Paris, im Heimspiel haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Wenn man sieht, wie wir uns entwickelt haben, wie gefestigt das jetzt wirkt - dann wollen wir das jetzt auch nutzen“, sagte Terzic.

Ähnlich offensiv äußerte sich Niclas Füllkrug. „Jetzt gibt's nur noch ein Ziel: Wembley“, sagte der Nationalspieler: „Wir freuen uns riesig auf das, was in zwei Wochen schon kommt. Das ist ab jetzt definitiv das Ziel, alles andere wäre Quatsch, das nicht auszusprechen.“

(SID/dpa/seka)
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