Krefeld Pinguine verlieren bei den Nürnberg Ice Tigers mit 0:1

0:1 bei den Nürnberg Ice Tigers : Pinguine verlieren das Spiel der starken Torhüter

Die Krefelder mussten sich in Nürnberg trotz einer guten Leistung mit 0:1 geschlagen geben. Sonntag ist Iserlohn zu Gast.

Im Kampf um einen Platz in den Pre-Play-offs mussten die Pinguine am Freitagabend im Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers vor 4124 Zuschauern eine 0:1-Niederlage einstecken, die durch den 350. DEL-Treffer von Patrick Reimer entschieden wurde. In einem Kampfspiel waren beide Torhüter dafür verantwortlich, dass nicht mehr Treffer fielen. Jussi Rynnäs musste zwar mehr Schüsse parieren als sein Gegenüber Niklas Treutle, doch die klareren Torchancen verbuchten die Schwarz-Gelben. Da auch Augsburg gewann, ist der Abstand auf Platz zehn wieder größer geworden. Daher muss am Sonntag im Heimspiel gegen Iserlohn (16.30 Uhr) unbedingt ein Sieg her. Die Roosters kommen mit der Empfehlung eines 5:2-Sieges gegen Straubing nach Krefeld.

Wie werden die Pinguine auf die Ereignisse am Vorabend in der Heimat reagieren? Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz hatte am Vormittag mit Trainer Pierre Beaulieu telefoniert, ihm die aktuelle Lage geschildert und mitgeteilt, dass es auf jeden Fall eine Lösung für die Zukunft geben wird. Der Coach war froh, dass Justin Hodgman nach dem Warm-up grünes Licht für einen Einsatz geben konnte, der wegen einer Oberkörperverletzung angeschlagen mitgereist war.

Nach einer Phase des Abtastens fuhren die Ice Tigers ihr Krallen aus, die allerdings von Torwart Jussi Rynnäs bei guten Chancen von Reimer, Gilbert und Acton entschärft wurden. Es dauerte bis zur zehnten Minute, ehe Phillip Bruggisser die erste Krefelder Torchance besaß, aber an Treutle scheiterte. Bei einer Strafe gegen Philipp Kuhnekath verhinderte Garrett Noonan für seinen Torwart das 0:1. Die nächste Krefelder Chance zur Führung vergab Jacob Lagacé (19.) einen Tag nach seinem 30. Geburtstag.

Zu Beginn des Mitteldrittels kamen die Pinguine vor den Augen ihre knapp 50 mitgereisten Fans zum ersten Mal in Überzahl. Doch die drittbeste Unterzahl der Liga ließ keine Torchance zu. Danach entwickelte sich ein Spiel Nürnberg gegen Rynnäs, der reihenweise Schüsse meistern musste, die meisten von Nürnbergs Kapitän Reimer. Nach Hälfte des Spiels konnten sich die Pinguine befreien und hatten durch Daniel Pietta eine Großchance auf dem Schläger. Doch Treutle war reflexartig mit der Fanghand zur Stelle. In der 34. Minute war wieder Reimer in Aktion, der mit seinem Schläger in der Luft einen Distanzschuss von Fischbuch unhaltbar abfälschte. Das war sein 350. DEL-Treffer. Sekunden später tauchte Dupuis frei vor Rynnäs auf und setzte den Puck gegen das Lattenkreuz. Kurz vor der zweiten Pause retteteTreutle erneut toll gegen Pietta.

Das Schlussdrittel gestalteten die Krefelder ausgeglichener als die beiden Abschnitte zuvor. Vier Minuten nach Wiederbeginn hatten sie allerdings Glück, als Dupuis die Querlatte traf. Im Gegenzug kam Martin Schymainski nach Zuspiel von Philip Riefers am kurzen Pfosten einen Tick zu spät.

Trainer Beaulieu bündelte zwischenzeitlich seine Offensivkräfte und setzte nur noch acht Stürmer ein. Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Pinguine dann bei ihrer zweiten Überzahl des Spiels die große Chance zum Ausgleich. Sie kontrollierten zwar im Nürnberger Drittel den Puck, doch kamen nicht entscheidend zum Abschluss. Erst 35 Sekunden vor dem Ende konnte Rynnäs sein Tor verlassen. Ein Schuss von Pietta rutschte Treutle durch den Schoner, der Puck lag kurz frei, aber kein Krefelder kam mehr heran. So wurden die Gäste um den durchaus verdienten Ausgleich gebracht.

Statistik:

Pinguine: Rynnäs - Ankert/M. Schmitz, Noonan/Riefers, Trivellato/Bruggisser, – Kuhnekath/Pietta/Costello, Braun/Hodgman/Schymainski, Lagace/Welsh/Saponari, Postel, Kruminsch.

Schiedsrichter: S. Hunnius (Berlin), G. Schukies (Herne).

Zuschauer: 4124

Tore: 1:0 (33:52) Reimer (Schulze/Fischbuch).

Strafminuten: Nürnberg 4, Krefeld 2.