Krefeld Pinguine gewinnen bei den Kölner Haien mit 3:1

3:1-Erfolg in Köln : Pinguine feiern verdienten Derbysieg

Die Krefelder boten am Montagabend ein sehr gutes Auswärtsspiel und gewannen bei den Kölner Haien mit 3:1. Jetzt warten alle im Lager der Schwarz-Gelben mit Spannung auf die Gesellschafterversammlung am Donnerstag.

Die Pinguine bleiben zu Beginn des neuen Eishockey-Jahres in der Erfolgsspur. Nach dem Heimsieg gegen Schwenningen legten die Schwarz-Gelben am Montagabend in der Kölner Lanxess-Arena eindrucksvoll nach und gewannen das Derby gegen die Haie verdient mit 3:1. Vor 10.694 Zuschauern boten die Krefelder mit einem erneut starken Torwart Jussi Rynnäs im Rücken eins ihrer besten Auswärtsspiele der Saison, versäumten es aber trotz zahlreicher klarer Torchancen, das Duell frühzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden. Überschattet wurde das Match durch den Ausfall von Grant Besse, der im zweiten Drittel nach einem Ellenbogencheck von Marcel Müller mit einer Gesichtsverletzung in der Kabine bleiben musste. Verdacht auf Gehirnerschütterung besteht nach erster Diagnose nicht. Nach diesem gelungen Start ins neue Jahre gilt nun der Blick auf den kommenden Donnerstag, wenn es bei der Gesellschafterversammlung um die Zukunft der Pinguine geht.

Am Morgen hatte Chad Costello grünes Licht gegeben, der wegen einer Grippe zwei Tage nicht trainieren konnte. Als zusätzlicher Verteidiger rückte Tom-Eric Bappert aus dem U23-Team des KEV ins Aufgebot. Bei den Haien kehrte Aronson nach abgelaufener Sperre ins Team zurück. Verzichten musste Trainer Stewart auf seinen verletzten Topscorer Akeson. Im Tor entschied er sich statt Wesslau für Weitzmann, der auch beim Kölner Sieg in Krefeld den Vorzug bekommen hatte.

Die Pinguine kamen wie so oft schon in dieser Saison gut ins Spiel. Nach fünf Minuten standen für sie 5:0-Torschüsse zu Buche. Die erste Großchance hatten aber die Haie, als Gagné auf Jussi Rynnäs zulief, aber am Krefelder Torwart scheiterte. Dann leistete sich Jacob Lagacé einen unnötigen Bandencheck. Die Strafe überstanden die Pinguine ohne Probleme. Als dann eine Strafe gegen die Haie angezeigt war, vergab Daniel Pietta die bis dahin größte Einschussmöglichkeit der Gäste (13.). Bis zur ersten Pause überstanden die Schwarz-Gelben eine Strafe gegen Schmitz. Vinny Saponari (18.) und Laurin Braun (20.) wäre beinahe die verdiente Führung geglückt.

Zu Beginn des zweiten Drittels setzte sich der Ex-Krefelder Marcel Müller erstmals so richtig in Szene, allerdings mit einem Ellenbogencheck ins Gesicht von Grant Besse höchst negativ. Zur Strafe musste er vorzeitig unter die Dusche. Auch für Besse war das Spiel zu Ende. Für ihn rückte Philipp Kuhnekath in die erste Sturmreihe. Die fünfminütige Überzahl nutzten die Pinguine durch den dritten Saisontreffer von Jeremy Welsh zur Führung, der den Puck am kurzen Pfosten über die Linie stocherte (25.). Beinahe wäre Pietta Sekunden später das 2:0 geglückt, als er zwei Kölner ausspielte, aber an Weitzmann scheiterte. Das gleiche Schicksal musste Lagacé bei einer klaren Torchance erleben. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel fiel dann der Kölner Ausgleich bei angezeigter Strafe gegen Alex Trivellato. Die Pinguine reklamierten zurecht, weil Torwart Weitzmann noch nicht an der Bande war, als der sechste Feldspieler der Haie aufs Eis gesprungen war. Doch das hatten wohl weder die Linienrichter noch die Hauptschiedsrichter gesehen. Der Treffer gab den Haien Auftrieb. Das Match war bis zur zweiten Pause ausgeglichen. Torwart Rynnäs verhinderte gegen Genoway einen Rückstand (36.), auf der anderen Seite Weitzmann gegen Lagacé (39.).

Die 400 mitgereisten KEV-Fans sahen zu Beginn des Schlussdrittels einen unglücklichen Start ihrer Mannschaft. Denn für 94 Sekunden saßen Costello und Noonan gemeinsam auf der Strafbank. Doch Rynnäs war nicht zu bezwingen, der einen harten Schuss von Smith auf dem Weg ins kurze obere Eck fischte. Besser machten es die Pinguine bei ihrer nächsten Überzahl. Lagacé staubte im Slot nach Schlagschuss von Verteidiger Noonan eiskalt ab, als die Strafe gerade abgelaufen war (48.). Die Kölner warfen jetzt alles nach vorne. Krefeld zog sich etwas zurück und wollte den knappen Vorsprung verwalten. Laurin Braun nutzte dann einen kapitalen Fehler von Genoway an der Krefelder blauen Linie und startete einen Konter. Sein Zuspiel auf Schymainski lenkte Aronson ins eigene Tor (53.). Das brach den Haien aber noch nicht das Genick. Torwart Rynnäs und seine Vorderleute gerieten unter Dauerdruck. Doch sie stemmten sich mit Erfolg gegen den Anschlusstreffer. Als die Haie Weitzmann 75 Sekunden vor dem Ende aus dem Tor nahmen, verfehlten die Pinguine zweimal das leere Kölner Gehäuse.