Krefeld Pinguine: Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz vor dem Lackmustest

Komfortable Situation für die Pinguine : Für Schulz ist es ein ernster Test

Lange mussten die Fans befürchten, dass die Lichter ausgehen. Plötzlich stellt sich die Situation für die Krefeld Pinguine völlig anders dar.

So komisch es klingt: Die Pinguine sind in einer ziemlich komfortablen Situation. Gleich zwei Gesellschafter streiten darum, wer künftig beim Eishockeyklub am Saisonende das finanzielle Loch stopfen und im Gegenzug den Kurs bestimmten darf: der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Schulz oder Energy Consulting mit dem Krefelder Unternehmer Wolf Detlef Hauffe.

Mussten die Fans bislang um den DEL-Standort Krefeld und ihre Pinguine bangen, so scheint das Aus aufgrund der Konstellation vom Tisch. Dass Energy Consulting mit einer Einstweiligen Verfügung verhinderte, dass von den anderen Gesellschaftern die Anteile eingezogen wurden, kann nicht ernsthaft überraschen. Dass Energy Consulting jedoch in Hauffe einen Investor aus dem Hut zauberte, der gemeinsam mit anderen die Anteile von Schulz übernehmen möchte, ist ein Paukenschlag. Zugleich ist es für den bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Lackmustest. Seit Jahren sagt er, er würde sich gerne zurück ziehen, sofern ein Investor bereit sei, seine Anteile zu übernehmen. Das ist jetzt der Fall.

Ob der Machtkampf zwischen Schulz und Energy Consulting bereits in Kürze entschieden wird, ist offen. Dass er auch zum Aus der Pinguine führen könnte, ist zwar theoretisch möglich, aber eher unwahrscheinlich: Schließlich will keiner der Sündenbock sein. Damit scheint es einmal mehr so, dass die Krise zu längst überfälligen Veränderungen führt und eine große Chance bietet.