Krefeld Pinguine bangen um Chad Costello

Montag Derby in Köln : Pinguine bangen um Chad Costello

Der Topscorer der Pinguine ist grippekrank und fehlte Samstag und Sonntag beim Training. Pierre Beaulieu ist zuversichtlich, dass er am Montag im Auswärtsspiel bei den Kölner Haien (19.30 Uhr) auf den Torjäger bauen kann.

Weil die Ehrlich Brothers am Sonntag in der Kölner Lanxess-Arena zauberten, findet das rheinische Derby Haie gegen Pinguine erst am Montag (19.30 Uhr) statt. Durch die Spielverlegung besteht Hoffnung, dass die Krefelder auf Topscorer Chad Costello bauen können. Denn der Kanadier musste am Sonntag das Training in der Rittberger-Halle grippekrank absagen. „Ich plane aber mit ihm“, sagte Pierre Beaulieu nach der einstündigen Trainingseinheit. Dimitri Pätzold steht weiter nicht zu Verfügung und soll am Mittwoch wieder ins Training einsteigen.

Nach dem erfolgreichen Start ins neue Jahr mit dem Sieg gegen Schwenningen wollen die Pinguine in Köln durchstarten. „Es war am Freitag sicher kein schönes Spiel. Aber wenn wir 60 Minuten so kompakt spielen wie gegen die Wild Wings, ist es für jede Mannschaft schwer, gegen uns Tore zu schießen. Wenn wir in Köln unsere Chancen gut ausnutzen, können wir dort sicher auch eine gute Figur abgeben“, sagte Alex Trivellato, der am Sonntag Geburtstag (27) feierte: „Es ist für mich ungewohnt, an meinem Geburtstag habe ich bisher fast immer gespielt.“ Mit ein paar Freunden hatte er am Samstagabend beim Griechen auf seinen Ehrentag angestoßen.

Der Sieg zum Jahresauftakt war besonders für die mentale Stärke und das Selbstvertrauen sehr wichtig. Das ist die Grundlage, um Fehler zu vermeiden und sich spielerisch zu verbessern. Denn so viele Fehlpässe wie gegen Schwenningen dürfen sich die Pinguine in Köln sicher nicht erlauben. Trainer Beaulieu ließ am Sonntag das schnelle Umschalten üben: „Wir müssen im eigenen Drittel den Puck kontrollieren und dann schnell nach vorne spielen.“ An seinen Formationen hält er fest: „Alle haben ihre Sache gut gemacht.“ Ein besonders Lob gab es vom Coach für Mike Schmitz, der den abgewanderten Mark Cundari an der Seite von Torsten Ankert nicht vermissen ließ.

Für den Kapitän besitzt das Derby in Köln natürlich einen ganz besonderen Reiz. Schließlich hat der die meiste Zeit seiner Karriere für die Haie gespielt: „Es freuen sich alle auf das Derby. Es ist immer cool, in der Köln-Arena vor vielen Zuschauern zu spielen. Wir haben gegen Schwenningen endlich den Bock umgestoßen und uns gesteigert. Das wollen wir beibehalten.“ Dass die Haie am Freitag das Derby gegen ihren anderen rheinischen Rivalen DEG unglücklich mit 1:2 verloren haben, erschwert für Ankert die Aufgabe nicht: „Das ist für uns kein Vor- oder Nachteil. Die Haie haben gut gespielt und unglücklich verloren. Ich habe mit Köln viele Derbys gespielt und weiß, dass sie die Niederlage nicht aus der Bahn wirft. Wir müssen ähnlich spielen wie gegen Schwenningen und unser Spiel über 60 Minuten durchziehen. Entscheidend werden auch Überzahl und Unterzahl sein. Wenn Jussi wieder einen guten Tag hat, hilft uns das auch. Wir müssen 60 Minuten fokussiert sein und uns an unseren Spielplan halten.“

Dass Ankert statt Routinier Cundari jetzt Youngster Schmitz an seiner Seite hat, ist für ihn kein Problem: „Wenn ein Spieler auf den Verein zukommt und wechseln will, dann sollte man ihm keine Steine in den Weg legen. Mike hat zuletzt gut gespielt und er wird jetzt noch mehr Eiszeit bekommen, das hat er sich auch verdient.“ Für Schmunzeln sorgte in der Krefelder Kabine Cundaris Aussage in den Medien, dass er sich für die kommende Saison auf die NHL fokussieren wolle. Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg. Aber das Ziel sollte realistisch sein.