Krefeld Pinguine: Detlef Hauffe will helfen und moderieren - Gespräch mit neuem Investor

Gespräch mit neuem Investor : Hauffe will Pinguinen helfen und moderieren

Der Krefelder Unternehmer, der vom Anwalt der Energy Consulting als Investor präsentiert wurde, traf sich am Freitag mit Wolfgang Schulz. Der Aufsichtsratschef verlangt für die kommenden drei Jahre einen tragbaren Lösungsvorschlag.

Neues Spiel, neues Glück! Wer gewinnt beim russischen Roulette um die Zukunft der Krefeld Pinguine? Seit der geplatzten Gesellschafter-Versammlung vom Donnerstagabend geht es nun darum, welche Lösung zur Sicherung des DEL-Standortes zum Tragen kommt. Verkauft Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz seine Anteile zum Nennwert an den Krefelder Unternehmer Wolf Detlef Hauffe und macht so gemeinsam mit Geschäftsführer Matthias Roos den Weg frei für einen Neuanfang, wenn Hauffe und seine möglichen Mitstreiter im Hintergrund eine tragbare Lösung anbieten können, mit der es auf einer soliden wirtschaftlichen Basis weitergehen kann? Wenn nicht, soll als Lösung zwei der Energy Consulting in Kürze die Anteile entzogen werden und die drohende Insolvenz durch einen neuen Investor und den anderen Gesellschaftern verhindert und die Lizenz für die neue Saison beantragt werden.

Die plötzliche Wende im Streit zwischen den Pinguinen und ihrem Mit-Gesellschafter Energy Consulting Europe sorgte für reichlich Zünd- und Gesprächsstoff. Besonders bei den KEV-Fans ist die Sorge sehr groß. „Uns fällt es zurzeit sehr schwer, Stellung zu beziehen. Denn was bei unserem Lieblingsverein abgeht, ist zu undurchsichtig und für uns schwer nachvollziehbar. Geht es hier noch um den Sport und eine Tradition oder nur noch um Machtspiele und Geldgewinnung? Letzteres ist in unserer Sportart eh recht schwer zu bekommen, bleibt also nur noch Ersteres, aber so? Wir stehen zu den schwarz-gelben Farben, den Pinguinen und dem Eishockeysport und hoffen deshalb, dass es zeitnah zu einer Lösung kommt, mit welcher die Zukunft des DEL Standortes gesichert wird“, heißt es in einer Stellungnahme des KEV-Fan-Projekts.

Bereits am Freitagmorgen trafen sich Wolfgang Schulz und Wolf Detlef Hauffe zu einem ersten Austausch. „Das war ein gutes Gespräch“, sagte der Aufsichtsratschef gegenüber unserer Zeitung. Er erwartet nun von Hauffe und Wolfgang Peters, dem Anwalt der Energy Consulting, einen Lösungsvorschlag: „Es muss klar sein, dass die Saison zu Ende gespielt wird und am 15. Februar der Lizenzantrag gestellt werden kann. Ferner muss ein Konzept für die kommenden drei Jahr vorliegen.“ Schulz sei dann bereit, den Weg frei zu machen. Das gelte auch für Geschäftsführer Matthias Roos: „Dann müssen wir aber wissen, wie viel Geld fließt und von wem.“ Anwalt Peters erklärte am Freitag, dass „morgen Geld für die laufende Saison und den Lizenzantrag fließen“ könnte. Er hofft, dass es bereits nächste Woche zu einer Einigung kommt.

Hauffe bestätigte das „gute Gespräch“, wollte sich im RP-Gespräch aber nicht zu den Ereignissen der vergangenen Monate und der aktuellen Sachlage äußern: „Was passiert ist, weiß ich nicht. Wir sind jetzt erst bei einem Anfang. Ich will helfen und moderieren. Wichtig ist, dass die Pinguine endlich aus diesem Loch herauskommen.“ Zu Mikhail Ponomarev, der Peters Kontaktmann zur Energy Consulting ist, habe er keinen besonderen Kontakt, sondern nur eine Dauerkarte beim KFC . Sponsor ist sein Unternehmen dort nicht mehr.