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Xanten: Ermittlungen gegen zwei mutmaßliche Graffiti-Sprayer

Nach mehreren Vorfällen in Xanten : Ermittlungen gegen zwei mutmaßliche Graffiti-Sprayer

Die Polizei hat die Wohnungen zweier mutmaßlicher Graffiti-Schmierer durchsucht. Wegen Spekulationen über die Sprayer in Xantener Facebook-Gruppen soll einer der Verdächtigen allerdings gewarnt gewesen sein.

Nach einer Reihe von Graffiti-Schmierereien in Xanten ermittelt die Polizei gegen zwei Verdächtige: einen 27-Jährigen aus Alpen und einen 23-Jährigen aus Xanten. Das teilte die Kreispolizei Wesel am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion mit. Vorher hatte Bürgermeister Thomas Görtz in der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag berichtet, dass die Polizei mit Hilfe von Bildern einer Überwachungskamera der Stadt eine Person ermittelt habe. Der Täter werde den Schaden wiedergutmachen müssen, sagte Görtz. Der Fall zeige, dass Kameras sinnvoll sein könnten. Durch die Video-Überwachung am Schulzentrum könne aber nur dieser eine Sachverhalt aufgeklärt werden. Es waren zum Beispiel auch Verkehrsschilder, Wohnhäuser, Garagen und die Mauer des Archäologischen Parks (APX) beschmiert worden. Unklar ist, ob es sich um den- oder dieselben Täter handelt. Oft war aber eine „46“ hinterlassen worden.

Nach Angaben der Polizei äußern sich die beiden Verdächtigen zu den Vorwürfen nicht. Ihre Wohnungen seien durchsucht worden, erklärte eine Polizeisprecherin. Dabei seien Schablonen für Graffiti sowie Marihuana in geringer Menge gefunden sowie Handys und Laptops sichergestellt worden – sie würden ausgewertet. Spraydosen seien nicht gefunden worden. Einer der beiden Verdächtigen habe die Polizei aber schon erwartet, sagte die Sprecherin. Ein grund könnte sein: In Xantener Facebook-Gruppen war spekuliert worden, wer für die Graffiti verantwortlich sein könnte, dabei wurden auch Personen beschuldigt und namentlich genannt. Dadurch dürften diese von dem Verdacht gegen sich erfahren haben. Die Polizei ruft deshalb dringend dazu auf, dass man sich bei ihr melde, wenn man Hinweise auf Täter habe, aber nicht damit an die Öffentlichkeit gehe, zumal man sich selbst schuldig mache, wenn man jemanden zu Unrecht öffentlich verdächtige.