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Xanten plant verkaufsoffene Sonntage in den Sommerferien

Mehrere Termine im Gespräch : Xanten plant mehrere verkaufsoffene Sonntage in den Sommerferien

Wegen der Corona-Pandemie hatten viele Einzelhändler ihre Geschäfte wochenlang schließen müssen. Damit sie zumindest einen Teil des Umsatzes machen können, der ihnen dadurch entgangen ist, plant Xanten mehrere verkaufsoffene Sonntage in den Sommerferien.

Verwaltung und Politik wollen den Einzelhändlern in der Xantener Innenstadt mehrere verkaufsoffene Sonntage in den Sommerferien ermöglichen. Darauf einigte sich der Hauptausschuss am Dienstagabend. Der Stadtrat muss den Vorschlag aber in seiner Sitzung am kommenden Dienstag noch zustimmen.

Hintergrund sind die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf den Einzelhandel. Viele Ladengeschäfte hatten wochenlang geschlossen bleiben müssen. Das war eine der Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Um die wirtschaftlichen Folgen für die Xantener Einzelhändler „so gering wie möglich zu halten“, sprach sich die CDU für eine Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten an den Sonn- und Feiertagen in diesem Jahr aus.

Die Verwaltung schlug daraufhin vor, dass die verkaufsoffenen Sonntage, die wegen der Corona-Pandemie ausgefallen sind, nachgeholt werden können. Zum Beispiel hatten die Geschäfte am Ostermarkt (5. April) und am Wein- und Musikfest (10. Mai) öffnen wollen, aber beide Veranstaltungen waren ausgefallen.

Gesetzlich sind bis zu acht verkaufsoffene Sonntage im Jahr in einer Kommune erlaubt. Sie dürfen aber nicht aufeinanderfolgen, und es muss ein „öffentliches Interesse“ geben, zum Beispiel ein Fest oder einen Markt. Verkaufsoffene Sonntage sind laut Gesetz auch erlaubt, wenn dadurch die Innenstadt belebt wird und die Kommune ihre überörtliche Sichtbarkeit „insbesondere für den Tourismus“ steigert. Das treffe auf Xanten zu, sagte Bürgermeister Thomas Görtz. Deshalb könne den Xantener Einzelhändlern vorgeschlagen werden, dass sie an so vielen Sonntagen wie möglich in den Sommerferien öffneten – jeweils mit einem Sonntag Pause dazwischen. Fast einstimmig sprach sich der Hauptausschuss dafür aus. Im Stadtrat ist deshalb ebenfalls mit einer Mehrheit zu rechnen.