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Xanten: Wieder Ärger über Schmierereien an Wänden

Anwohner sauer : Wieder Schmierereien an Wänden in Xanten

In Xanten sind mindestens vier Hauswände und Garagentore beschmiert worden. Anwohner haben Anzeige erstattet. Die Polizei ermittelt und bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter.

Die Farbschmierereien wurden am Mittwochmorgen entdeckt, müssen also in der Nacht davor entstanden sein. An mehreren Hauswänden und Garagentoren am Holzweg und am Hochbruch ist eine „46“ hinterlassen worden, manchmal auch zusätzlich „medico“. Die Schmierereien sind unterschiedlich groß, in einem Fall erstrecken sie sich über zwei Meter mal 1,7 Meter. Der oder die Täter sind bisher unbekannt. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise (Tel. 02801 71420).

Ein Anwohner berichtete, dass er morgens von der Arbeit nach Hause gekommen sei und die Schmiererei an seinem Garagentor entdeckt habe. Er habe den ganzen Vormittag damit verbracht, die Farbe abzuwaschen. Er und andere betroffene Anwohner hätten direkt Anzeige erstattet. Auf Facebook schrieb eine Frau, auch ihr Haus sei beschmiert worden, es müsse nach 23 Uhr passiert sein, weil sie vorher noch das Haus verlassen habe und zu diesem Zeitpunkt sei die Wand sauber gewesen.

In Xanten werden immer wieder Wände, Schilder oder Lampen beschmiert. Es ist auch nicht das erste Mal, dass eine „46“ hinterlassen wurde. Es dürfte sich um ein Erkennungszeichen handeln. Die Bedeutung der Zahlen ist aber unklar. In Xantener Facebook-Gruppen wird spekuliert, dass sie für die Postleitzahl der Stadt oder für Buchstaben stehen könnten.

Viele Menschen reagierten wütend auf die wiederholten Schmierereien. Auf Facebook diskutierten sie, wie sich Vandalismus verhindern lasse, zum Beispiel mit Überwachungskameras. Bis Ende April war eine private Sicherheitsfirma regelmäßig nachts auf Streife in Xanten. Der Vertrag ist ausgelaufen. Wegen der Corona-Krise fiel die Ratssitzung aus, in der über eine Verlängerung hätte gesprochen werden können. Umstritten ist, ob sich Schmierereien durch private Sicherheitsdienste verhindern lassen.