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Trainer Falko Gaede verabschiedete sich mit dem Landesliga-Aufstieg vom TuS Xanten.

Interview mit Trainer Falko Gaede : „Wir werden es noch krachen lassen“

Falko Gaede, der Coach der Männer-Mannschaft, verabschiedete sich mit dem Landesliga-Aufstieg vom TuS Xanten. Er hob den Zusammenhalt in der Truppe hervor. Und der 40-Jährige hat noch eine Botschaft an die Anhänger.

Falko Gaede hat die Handballer des TuS Xanten erstmals in der Vereinsgeschichte in die Landesliga geführt. Feiern konnte der Trainer den Erfolg mit seiner Mannschaft wegen der Corona-Krise nicht. Auch sein „Abschiedsspiel“ in heimischer Halle fiel flach. Gaede hört nach fünf Jahren in Xanten auf. Am 2. Mai hätte er letztmals an der Seitenlinie gestanden. Er hebt den Zusammenhalt in der Truppe hervor. Und eine Botschaft an die Anhänger will der 40-Jährige noch loswerden.

Herr Gaede, was nehmen Sie mit aus Xanten?

Falko Gaede Eine Kameradschaft wie beim TuS habe ich selten gesehen. Die Hierarchien haben gut funktioniert. Davon möchte ich gerne etwas mitnehmen. Es war eine tolle Zeit, die mich aber auch geschlaucht hat. Es gab mitunter Reibungspunkte mit dem Vorstand; wir haben aber immer eine Lösung gefunden. Die Arbeit in Xanten hat meinem kleinen Trainer-Herz viel Freude bereitet. Ich musste zwar bei Adam und Eva anfangen, als ich dazugekommen bin. Aber die Jungs haben viele der Feinheiten sehr schnell umgesetzt. Und ich habe neue Freunde gefunden

Wie haben Sie den Aufstieg gefeiert?

Gaede Es war eine zerstückelte Freude, die sich über Wochen hinzog. Erst als mich mein Co-Trainer Michael Kessel in der dritten April-Woche über die endgültige Entscheidung des Kreis-Vorstands informierte, war die Anspannung endgültig weg. Dass wir es nach fünf Jahren geschafft haben, macht mich sehr glücklich. Wenn es wieder möglich ist, werden wir es gemeinsam krachen lassen – vielleicht sogar mehr als einmal.

Gibt es für Sie einen Spieler der Saison?

Gaede Nein, ich möchte niemanden hervorheben. Es gibt einige Spieler, die in den jeweiligen Partien entscheidend waren. Das trifft auch auf die A-Jugendlichen zu, die uns sehr geholfen haben. Jeder Spieler hat einen riesigen Anteil am Aufstieg.

Sie konnten sich nicht persönlich von den Anhängern verabschieden. Wollen Sie denen noch was mitteilen?

Gaede Die Zuschauer sitzen in Xanten sehr eng am Spielfeld, Sie haben ihren Anteil, dass unsere Heimstätte zu einer Festung wurde. Der Funke ist öfter auf die Mannschaft übergesprungen, auch wenn’s mal nicht so lief. Die Heimstärke muss in der Landesliga ein Faustpfand sein, um die Klasse zu halten. Es wird wohl bis zu vier Absteiger geben. Aber die Mannschaft hat das Potenzial, drin zu bleiben.