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Wermelskirchen: Zuversicht bei der Jahreshauptversammlung des Ski-Clubs

Sportverein in Wermelskirchen : Optimismus beim Ski-Club

Der 1952 gegründete Verein hat Fahrten für den kommenden Winter gebucht. Die Badminton-Abteilung befindet sich nach dem Lockdown wieder im Trainingsbetrieb. Bisher löste die Pandemie keinen Mitgliederschwund aus.

Trotz Klimawandel und Corona-Pandemie blickt der Ski-Club Wermelskirchen zuversichtlich in die Zukunft. „Wir versuchen im Herbst mit dem Ski-Training zu beginnen“, kündigt der Ski-Abteilungsleiter Ulf Ramspott auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Dabringhausener Restaurant „Markt 57“ an. Neben einer Fahrt von Jugend-Sportlern im Oktober nach Sölden in Österreich seien für die Wintersaison weitere Fahrten geplant. „Wir treiben Outdoor-Sport, und die Jugendlichen machen kein Après-Ski“, meinte Ramspott, der sich an die Saison 2019/2020 erinnert, in der an Ski-Fahren kaum zu denken war: „Erst hat es geregnet, dann kam Corona.“ Er hoffe darauf, dass es im kommenden Winter einmal wieder schneie.

Ob bei den Ski-Sportlern oder in der Badminton-Abteilung – die Unsicherheit über die Entwicklung der Corona-Pandemie bleibt. „Wir haben Fahrten der Ski-Abteilung in Ski-Gebiete gebucht – sogar ins Hotel ‚Corona‘. Alle erfolgen mit Hygienekonzept – hoffentlich können sie stattfinden“, berichtet der zweite Vorsitzende, Stefan Burger. Und der Ski-Club-Vorsitzende Markus Reichwein stellt fest: „Durch Corona hat die Digitalisierung im Verein unter anderem mit Internet-Konferenzen einen Schub bekommen.“

Mit Blick auf den Ski-Sport sagt Reichwein: „Der Klimawandel hat uns stark getroffen – obendrein Corona.“ Fahrten seien abgesagt worden, und der Badminton-Trainingsbetrieb habe wegen geschlossener Sporthallen zweieinhalb Monate pausieren müssen. Er ist froh darüber, dass eine anfängliche Befürchtung bislang nicht eingetreten ist: „Wir haben durch Corona keinen wesentlichen Mitgliederschwund.“ Dadurch stehe der Verein finanziell stabil da. Das bestätigte Kassenwart Alois Göpfert, der für 2019 einen Anfangskassenbestand von rund 50.070 Euro und einen Endbestand von etwa 57.780 Euro berichtete: „Wir waren aktiv, Turniere und der Ski-Basar brachten Einnahmen. Außerdem entfielen die Hallennutzungsgebühren, und wir haben weniger für Schulungen ausgegeben.“ Der Verein lege Wert auf gut ausgebildete Übungsleiter, unterstrich Markus Reichwein. Dazu habe die Sparkassen-Bürgerstiftung einen Teil beigetragen.

Badminton-Abteilungsleiter Norbert Seidenberg setzt auf eine Fortführung des derzeit wieder möglichen Trainingsbetriebs unter den bekannten Auflagen. Ein Austragen der Stadtmeisterschaften oder des Familienturniers wäre nicht möglich gewesen, bedauerte der Leiter der Badminton-Abteilung, die bald seit 25 Jahren zum Ski-Club gehört.

Zum Stichtag 31. Dezember 2019 hatte der Ski-Club 406 Mitglieder in der Ski- und 106 in der Badminton-Abteilung. Aktuell sind es insgesamt 540 Mitglieder.