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Dabringhausen: Geschäftsführer carpe diem wünscht sich regelmäßige Tests

Corona in Wermelskirchen : Regelmäßige Tests in Pflegeeinrichtungen

In der Dabringhausener Senioren-Einrichtung carpe diem war am Freitag ein Corona-Fall bekannt geworden. Der Geschäftsführer geht von einer Fehlerhaftigkeit des Tests aus. Und er wünscht sich regelmäßige Abstriche in Pflegeeinrichtungen.

Erleichterung ist aus der Stimme des Geschäftsführers des Senioren-Parks carpe diem zu hören, als er die freudige Nachricht verkündet. „Alle Tests, sowohl von den Mitarbeitern als auch von den Bewohnern, sind negativ ausgefallen“, sagt Martin Niggehoff.

In der Dabringhausener Einrichtung war am Freitag ein Corona-Fall bekannt geworden. „Bevor wir jemanden aufnehmen, muss er ein negatives Testergebnis vorweisen. Dann wird in der Einrichtung erneut getestet“, erklärt Niggehoff. Dieser zweite Test sei bei der neu aufgenommenen Seniorin positiv ausgefallen. „Aber dessen Ergebnis konnte nach der Abstrichaktion am Freitag nicht vom Gesundheitsamt bestätigt werden.“ Niggehoff fühlt sich in seiner Annahme bestätigt, dass die Frau überhaupt nicht an Corona erkrankt war. „Hier liegt klar eine Fehlerhaftigkeit des Tests vor“, sagt er. „Das kam bei uns in verschiedenen Einrichtungen schon relativ häufig vor.“

Bundesweit betreibt carpe diem 32 Einrichtungen, in denen bei Verdachtsfällen gleich Bewohner und Mitarbeiter in Quarantäne geschickt werden. „Das ist auch für die Angehörigen eine ganz schwere Zeit, das hat große Auswirkungen“, sagt Niggehoff. Eine Änderung des Prozederes wünscht er sich trotzdem nicht, schließlich müsse man alles tun, um das Virus fernzuhalten. Allerdings räumt er ein, dass es ihn freuen würde, „wenn die Tests eine niedrigere Fehlerquote aufweisen würden“. Und ein weiteres Anliegen hat er: Dass in Pflegeeinrichtungen regelmäßig getestet wird. „In den Schulen wird es so gehandhabt und auch Urlaubsrückkehrer können einen kostenlosen Test am Flughafen machen. Bei uns geht das nur bei Anlassfällen“, so der Geschäftsführer.

Vorstellen könne er sich einen regelmäßigen Test der Mitarbeiter, denn die seien schließlich der Risikofaktor: „Vielleicht wie an den Kindergärten und Schulen, alle 14 Tage ein Test.“ Daran, dass diese jedoch tatsächlich eingeführt würden, glaube er jedoch nicht.