1. FC Viersen setzt im Bezirksliga-Topspiel ein Ausrufezeichen

Fußball-Bezirksliga : Viersen setzt Ausrufezeichen

Das Topspiel der Fußball-Bezirksliga gewann der 1. FC 3:0 gegen den VfL Jüchen-Garzweiler.

Beim 1. FC Viersen hat man lange Zeit nicht mehr so viele strahlende Gesichter gesehen wie am Sonntag. Die Spieler des Fußball-Bezirksligisten klopften sich stolz auf die Schultern, der Sportliche Leiter Daniel Saleh strahlte über beide Ohren und Trainer Kemal Kuc zeigte sich hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Sie gewann nämlich das Topspiel gegen den Landesliga-Absteiger VfL Jüchen-Garzweiler mit 3:0 (1:0). Der 1. FC stellte damit unter Beweis, dass in seiner aktuellen Mannschaft viel Potenzial steckt und die Rückkehr in die Landesliga absolut realistisch ist.

Das große Wiedersehen mit seinen vielen Ex-Spielern von der SpVg Odenkirchen, die in diesem Sommer nach Jüchen abgewandert sind, verlief also nur für Kemal Kuc und seine Mannschaft zufriedenstellend. Der ehemalige Odenkirchener Trainer war vor allem vom Auftritt seines Teams im ersten Abschnitt sehr angetan. „Wir haben sehr gut gespielt und fußballerisch dominiert. Das war Wahnsinn gegen so einen Gegner“, sagte Kuc, der den Jüchenern sowohl vor als auch nach dem Spiel höchsten Respekt zollte. Schließlich gehört der VfL zum engeren Favoritenkreis im Kampf um den Bezirksliga-Titel.

In einer guten ersten Hälfte der Viersener hatte Nico Zitzen sein Team verdient in Führung gebracht (20.), nach dem Seitenwechsel durchlebte der 1. FC die einzige schwierige Phase im Topspiel. Jüchen übte mehr Druck aus, das Spiel wurde rassiger. Die hitzige Stimmung auf dem Platz steckte auch das Publikum auf der Tribüne des Stadions am Hohen Busch an. In der 53. Minute zappelte der Ball dann plötzlich im Viersener Netz: Als FC-Keeper Elvedin Kaltak einen Schuss nicht ganz festhalten konnte und er im Nachfassen mit den Händen am Ball war, stibitzte ihm ein Jüchener das Leder ab und netzte aus kurzer Distanz ein – das Schiedsrichtergespann nahm das Tor aber zurück. Ansonsten hatten die Gäste „nur Standardsituationen, bei denen es gefährlich wurde“, meinte Kemal Kuc. Viersen ließ Jüchen also kurz auf eine Wende hoffen, schlug dann aber in der Schlussphase durch Nico Zitzen (82.) und einem Eigentor von Jonas Kell (84.) doppelt zu.

Für den 1. FC war es der vierte Erfolg im vierten Ligaspiel. Eine solche Serie konnte Viersen zuletzt vor sechs Jahren unter Willi Kehrberg vorweisen – und zwar in der Landesliga. Spielt der 1. FC so weiter wie bisher, hat er gute Chancen, am Ende der Saison genau dorthin zurückzukehren.

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