Bezirksliga-Check: Packt der 1. FC Viersen den Aufstieg in die Landesliga?

Fußball-Bezirksliga : Topfavoriten aus Viersen und Jüchen

Der Ttelkampf in der Fußball-Bezirksliga dürfte spannend werden. In Gestalt des 1. FC Viersen und des VfL Jüchen-Garzweiler haben zwei Teams extrem aufgerüstet. Auch Mennrath könnte mitmischen.

Am Sonntag beginnt wieder der Alltag in der Fußball-Bezirksliga. Wie schon im vergangenen Jahr sind die heimischen Teams in Gruppe 3 untergebracht. Von Titelrennen bis hin zu Abstiegskampf scheint auch in dieser Saison wieder alles möglich zu sein.

Meisterschaftskandidaten Hoffnungsvollster Kandidat aus Grenzland-Sicht ist zweifelsohne der 1. FC Viersen, dem mit vielen neuen Gesichtern unter der Leitung von Kemal Kuc nicht wenige den direkten Aufstieg in die Landesliga zutrauen. Trotzdem erklärt der 40-Jährige, dass die Mannschaft keinen Druck verspüre und verweist stattdessen auf die Konkurrenz: „Die Bezirksliga ist in diesem Jahr extrem stark und hat fast schon Landesliga-Niveau.“ Gemeint ist damit in erster Linie vermutlich Absteiger VfL Jüchen-Garzweiler unter dem neuen Trainer Marcel Winkens, an dem im Kampf um den Aufstieg kein Weg vorbeiführen dürfte. Prominent verstärkt haben sich die Jüchener mit zahlreichen Spielern vom Landesliga-Absteiger Odenkirchen. Darunter auch Dragan Kalkan, der eigentlich schon beim 1. FC Viersen zugesagt hatte. Ebenfalls zu den Favoriten auf eine Top-Platzierung zählt der SC Victoria Mennrath, der in der Vorsaison als Vizemeister erst in der Aufstiegsrelegation scheiterte.

Verfolgerfeld Hinter den hoch gehandelten Teams sammelt sich eine große Gruppe von Verfolgern, die durchaus in der Lage sind, für eine Überraschung zu sorgen. Zu diesen gehört der TDFV Viersen, der in der vergangenen Saison als Aufsteiger mit Platz sechs gleich das beste Ergebnis der Grenzland-Mannschaften erzielte. Dass es nach der furiosen Hinrunde nicht zu noch mehr reichte, hatte mit der fehlenden Konstanz sowie einigen Ausfällen zu tun. Dem versuchten Trainer Aytac Azmaz und die Verantwortlichen entgegenzuwirken, indem sie ähnlich wie Nachbar 1. FC kräftig auf dem Transfermarkt zuschlugen. Darunter auch Hakan Sayici, der vom Nachbarn 1. FC zurückgekehrt ist. Es wird darauf ankommen, gut aus den Startlöchern zu kommen. Erster Gegner ist Aufsteiger SG Rommerskirchen/Gilbach, dem deutlich mehr zugetraut wird als nur gegen den Abstieg zu spielen. Auch der Rheydter SV sowie der SV Uedesheim und Bayer Dormagen haben durchaus das Potenzial, oben mitzuspielen. Nach dem radikalen Umbruch im Sommer ist die SpVg Odenkirchen die größte Wundertüte der Liga.

Dario Krezic wechselte von Vorst zum 1. FC Viersen. Foto: Fupa

Gesichertes Mittelfeld Seit mittlerweile 16 Jahren spielt Fortuna Dilkrath in der Bezirksliga und das wird sich wohl auch nach dieser Saison nicht ändern. Das junge Team von Thomas Richter spielt im Kern bereits lange zusammen und wurde punktuell noch verstärkt. Zum Beispiel kam der lange verletzte Hendrik Schmitz vom Oberligisten Nettetal und versucht einen Neuanfang. Zu den direkten Konkurrenten der Dilkrather dürften Teams wie der SC Teutonia Kleinenbroich, der ebenfalls eingespielt ist, und Aufsteiger Sportfreunde Neuwerk gehören. Ob auch der SSV Grefrath und TuRa Brüggen, die sich in der vergangenen Spielzeit denkbar knapp retteten, mit neuem Personal einen Schritt nach vorne machen können, werden die ersten Partien zeigen – am Sonntag kommt es gleich zum direkten Duell.

Unteres Drittel Nach den Abgängen einiger Leistungsträger wird sich der SV Lürrip finden müssen, und auch der SV Vorst hat in Keeper Pascal Reischke und Goalgetter Dario Krezic (beide 1. FC Viersen) zwei entscheidende Säulen des Aufstiegsteams verloren, die es zu ersetzen gilt. Wie sich Mitaufsteiger VfL Willich ohne namhafte Zugänge schlagen wird, ist eine spannende Frage. Ganz kleine Brötchen backen muss wohl die sich im Umbruch befindliche SG Kaarst.

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