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In Alpen und Rheinberg gibt es kreative Einfälle, die Corona-Kriese zu überwinden

Kreative Einfälle in Krisen-Zeiten : Löwe, Pferd und bunte Steine

Einfallsreichtum, Überraschungen und Dankbarkeitsaktionen machen die Corona-Krisentage etwas erträglicher. Wir haben ein paar Beispiele gesammelt.

Mitunter treibt die Corona-Krisen-Pflanze wundersame Blüten. So trauten die Damen vom Rheinberger McDonald’s-Imbiss ihren Augen nicht, als sie eine Gruppe von jungen Damen erspähten, die an den Drive-In-Schalter getrabt kamen – mit Pferden. Katja Vespermann hatte die schulfreie Zeit für einen Ausflug mit jungen Reiterinnen des Reit- und Fahrvereins Graf von Schmettow Eversael genutzt. Fazit: Im Moment ist alles anders und vieles öffnet neue Möglichkeiten und Wege. Und Spaß hatten alle: Reiterinnen und Verkäuferinnen.

Hier Pferde, da Löwen. Kuschellöwen, um genau zu sein. Die Damen des Rheinberger Lions-Clubs unterstützen ehrenamtlich tätigen Menschen, die in der Krise anderen helfen, die Unterstützung brauchen. Besonders Mitarbeiter, die im ärztlichen oder pflegerischen Bereich arbeiten, haben die Lions-Damen in den Fokus genommen. So entstand die Idee, den Stationen des St.-Nikolaus-Hospitals in Rheinberg kleine Schutzlöwen zu schenken. „Wir möchten gerade in diesen Tagen Danke sagen“, teilte die Präsidentin des Lions-Clubs, Silvia Gelbke, mit. Leonheart, der kleine Plüschlöwe, ist das Clubmaskottchen der Lions. Ralf H. Nennhaus, Geschäftsführer des St.-Josef-Krankenhauses, nahm gemeinsam mit Chefärztin Dorothee Müller die kleinen Kuscheltierchen in Empfang und bedankte sich bei der Präsidentin, bei der Past-Präsidentin Denise Schaefer und der Activity-Beauftragten Stephanie Kraemer, die diese Aktion organisiert hat.

Der kleine Löwe des Damen-Lions-Clubs Juventas Rheinberg. Foto: Lions

Unterdessen hat die Rheinberger CDU dafür gesorgt, dass man in der Stadt an vielen Stellen phantasievoll bemalte Steine finden kann: auf Parkbänken, Zaunpfählen, Stromkästen oder anderswo behutsam platziert. Der Kreativität beim Bemalen der Steine sind keine Grenzen gesetzt. Von Blumenmustern, Tiergesichtern, Regenbogen bis hin zu Sinnsprüchen oder einzelnen Wörtern findet man eine Vielfalt von besonderen Kreationen und Unikaten, die in mühe- und liebevoller Handarbeit selber gefertigt worden sind.

Die Rheinberger CDU hat zahlreiche Steine bemalt, die in der Stadt entdeckt werden können. Foto: CDU

Anderen Menschen eine Freude bereiten, gerade jetzt in schwierigen Zeiten, wo soziale Kontakte eingeschränkt sind, und uns viele Sorgen umtreiben – diese Botschaft gefiel Sarah Stantscheff und Ricarda Lambertz von der CDU. Ricarda Lambertz hat diese Aktion initiiert. Insgesamt 300 dieser bunten „Heimatsteine“ sind inzwischen entstanden und warten in der Stadt darauf, entdeckt zu werden.

Die Feuerwehr in Alpen sucht für den Dankeschön-Stein einen Ehrenplatz. Foto: FWA

Über einen bunt bemalten Stein haben sich auch die Feuerwehrleute aus Alpen in diesen Tagen sehr gefreut. Ein unbekannter Künstler hat einen freundlichen grünen Drachen mit einem feuerroten Helm und einer Spritze auf den Stein gebracht als „Dank an die Feuerwehr“. Das hat das Herz der Wehr gerührt. „Der steinerne Grisu ist bei uns gut aufgehoben und bekommt einen besonderen Platz“, postete die Feuerwehr auf ihrer Facebookseite und sagte „vielen Dank an den Künstler“.

Einkaufen für ältere Nachbarn, Abholen von Rezepten, Hilfe bei Formularen im Internet uvm. Ob Sie helfen wollen oder Hilfe benötigen in Zeiten von Corona: Auf der Plattform www.rp-gemeinsamstark.de bringen wir Sie alle zusammen. Die Plattform ist auch ein Marktplatz für Dienstleistungsunternehmen aus Handel, Handwerk und Gastronomie.