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Besuch im Zoo: Die Künstergemeinschaft Alpen zeigt Tier-Motive

Kunst in Alpen : Tierische Betrachtungen

Die Alpener Künstlergemeinschaft war zu Besuch im Krefelder Zoo. Die Bilder, die entstanden sind, kann man an zwei Sonntagen im Atelier am Mühlenweg betrachten. Im Frühjahr soll es wieder eine Ausstellung im Rathaus geben.

„Ene Besuch im Zoo“ – dieser unverwüstliche Millowitsch-Ohrwurm kommt einem spontan in den Sinn, betritt man das Atelier der Künstlergemeinschaft am Mühlenweg in Alpen. Mehr noch. Die Kunstschaffenden laden zum Tag der Offenen Tür ein – für die Sonntage, 31. Oktober und 7. November, jeweils von 14 bis 16 Uhr. „Einfach tierisch“ nennt sich die gemeinsame Jahresausstellung. „Wir freuen uns auf ein zwangloses Kommen und Gehen nach den bekannten und inzwischen obligatorischen 3 G-Regeln“, sagt Vorsitzende Christel Goergen.

Die Kunstschaffenden haben sich getraut, auf Abstand eine Jahresausstellung zu planen. Die Vorbereitungen liefen nach bewährtem Muster im Rahmen einer Herbst-Akademie. Zuvor machte sich die Gruppe auf die Suche nach einem gemeinsamen Thema. „Dann sind wir im August mit dem Skizzenblock in den Krefelder Zoo gefahren und haben nach passenden Motiven gesucht und sie auch gefunden“, so Christel Goergen weiter.

Ein Zoobesuch sei schon faszinierend, wenn Giraffen, Zebras, Delphine oder ein Weißkopfadler so ganz aus der Nähe zu beobachten seien, erzählt Goergen. Die Skizzen wurden dann im Alpener Atelier ausgearbeitet, coloriert oder vom Handy auf Leinwand übertragen. Gearbeitet wurde in Öl, Acryl und Aquarelltechnik.

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So halten zwei Strauße in poppigem Outfit neugierig Ausschau nach Gästen. Ein Affe stützt seine Hand unters Kinn. Vielleicht denkt er? Giraffen im Großformat schauen von oben in den Raum. Abstrahiertes und Gegenständliches laden zum Betrachten ein. „Wir freuen uns auf unsere Gäste“, so Christel Goergen.

Neu sind ebenfalls die Stelen von Hiltrud Schmitz im Außenbereich. Sie wurden vor Kurzem in den Boden eingelassen. Die Stelen stehen im christlichen Kontext und thematisieren das „Vaterunser“. Zu jeder Stele, dem jeweiligen Motiv und der passenden Textpassage kann sich der Betrachter über Infotafeln orientieren.

Corona hat auch die Alpener Künstlergemeinschaft vor neue Herausforderungen gestellt. Geplante Veranstaltungen wie Workshops für Groß und Klein wurden zurückgefahren. „Unter freiem Himmel haben wir zwei Weidenflecht-Workshops gemacht“, so Goergen. In den Herbstferien haben Kinder die Gemeinschaft für einen Tag besucht. Ihre Arbeiten, unter anderem hübsche Collagen mit Urlaubsmotiven, werden ebenfalls ausgestellt.

Geplant ist für das Frühjahr wieder die traditionelle Ausstellung im Alpener Rathaus. Neu in der Gemeinschaft der Künstler ist Inge Barth, die beispielsweise mit alten Büchern vom Flohmarkt arbeitet, Figuren klebt und somit die Nostalgie belebt.

(sabi)