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Alpen lobt Hilfe von Bund und Land bei Versorgung der Ukraine-Flüchtlinge

Neue Unterkünfte geplant : Alpen lobt Unterstützung bei Versorgung der Ukraine-Flüchtlinge

Die Zahl der Menschen aus der Ukraine ist auf 89 angewachsen. Die Gemeinde rüstet sich für die Unterbringung weiterer Geflüchteter – vornehmlich aus Afghanistan.

89 Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, haben in Alpen vorläufig eine neue Heimat gefunden. Das berichtete Kämmerin Andrea Brochtrup jetzt in der Sitzung des Rates. Finanziell bedeutet das für die Gemeinde keine nennenswerte Belastung. Nicht nur, weil die meisten Geflüchteten privat untergekommen sind. Brochtrup lobte in ihrem Bericht die wirksame Unterstützung durch Bund und Land, die 230.000 Euro überwiesen hätten. Dem stünden bisher zwar lediglich Kosten von 205.000 Euro gegenüber. Ein Plus kann die Kämmerin trotzdem nicht verbuchen. Denn in die Rechnung der Ausgaben seien die für den Personaleinsatz im Rathaus noch nicht eingeflossen.

Zudem berichtete Brochtrup, dass Ausgaben von 730.000 Euro für weitere Unterkünfte für Asylbewerber geplant seien. Wie André Enge, Fachbereichsleiter Bauen, auf Nachfrage der Redaktion erläuterte, entsteht gegenüber dem Bahnhof eine Unterkunft in Holzbauweise, die im Herbst bezugsfertig sein soll. Hier könnten bis 80 Personen untergebracht werden. Das schaffe Platz in den derzeit voll belegten Asylunterkünften am Passweg und an der Ulrichstraße. Die würden auch von anerkannten Asylbewerbern in Anspruch genommen, die eigentlich auf den freien Wohnungsmarkt verwiesen seien – dort aber derzeit kaum Chancen hätten. Die könnten künftig an der Bahnhofstraße einziehen, erläuterte Enge.

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Das neue Gebäude gebe Luft, da für Alpen die Ankunft weiterer Geflüchteter, vornehmlich aus Afghanistan, angekündigt sei, für die es Platz zur Unterbringung brauche. Um dafür noch besser gewappnet zu sein, richtet die Gemeinde aktuell die ehemalige Lagerhalle einer Firma für Baustoffbedarf am Mühlenweg in der Bönninghardt als vorläufige Unterkunft ein. 45 Menschen, so André Enge, könnten hier vorübergehend Platz finden. Um die Unterkunft komplett zu machen, ist geplant, daneben einen Küchen- und einen Sanitärcontainer aufzustellen. Die Kosten sind in den von Kämmerin Brentrup genannten 730.000 Euro enthalten.

Noch musste das Ordnungsamt nicht auf die neue Unterkunft zurückgreifen, sagte Fachbereichsleiter Ludger Funke Anfang der Woche im Gespräch mit der Redaktion. Bei der Versorgung der Geflüchteten sei Alpen aktuell recht entspannt. Durch die Bemühungen um Vorsorge bleibe es wohl absehbar dabei.

(bp)