Skaterhockey: Crash Eagles Kaarst stürmen auf Platz eins

Skaterhockey : Crash Eagles stürmen auf Platz eins

Im Topspiel der Skaterhockey-Bundesliga gewinnt der Deutsche Meister beim Crefelder SC 7:6 nach Penaltyschießen.

Nach einem perfekten Wochenende stehen die Crash Eagles Kaarst genau da, wo sie als Deutscher Meister auch hingehören: auf Platz eins der Skaterhockey-Bundesliga.

Ausschlaggebend dafür war nach dem 11:9-Heimsieg am Samstag über die Highlander Lüdenscheid der anschließende 7:6-Erfolg (0:2, 4:2, 2:2, 1:0) im Penaltyschießen bei den Skating Bears Krefeld. Doch wie schon im ersten Match, als die Schützlinge der Trainer Markus Petau und Bastian Dietrich in der achten Minute sogar mit 0:4 hinten lagen, benötigten die Adler eine lange Anlaufzeit. Ausgerechnet der ehemalige Kaarster Pascal Mackenstein schoss den Tabellenzweiten nach sechs Minuten in Führung. Nick Rabe bestrafte ein Unachtsamkeit im Abwehrverbund der Gäste mit dem 2:0. Nur Goalie Richard Steffen war es zu verdanken, dass sich die Bären nicht noch deutlicher abzusetzen vermochten. Mit Beginn des zweiten Drittels wurde es zunächst besser, Treffer von Lennart Otten und André Ehlert bescherten den Eagles den Ausgleich. Voll da waren sie indes immer noch nicht, so dass die Hausherren durch Tore von Janik Jost und Max Zillen wieder auf 4:2 davonzogen. Immerhin konnte sich der Champion auf seine individuelle Klasse verlassen: Thimo Dietrich stellte mit einer feinen Einzelleistung den Anschluss her und traf auch zum 4:4-Ausgleich. Und wieder schlug Krefeld zurück, Janik Jost und Nils Giesen sorgten mit ihren Treffern zum 6:4 für den dritten Zwei-Tore-Vorsprung der Skating Bears. Damit hatte Petau genug gesehen. Er stellte die Blöcke um und gab dem Match damit eine neue Richtung. Die Eagles übernahmen nun energischer das Kommando, was in Toren von Jan Wrede und Kapitän Dominik Boschewski zum 6:6 seinen positiven Niederschlag im Ergebnis fand. Boschewski traf im Schlussanschnitt sogar noch mal, doch die Spieluhr war schon abgelaufen. Damit ging es ins stets nervenaufreibende Penaltyschießen: Thimo Dietrich traf für Kaarst, Wasja Steinborn für Krefeld, danach parierten die beiden Torhüter jeweils vier Schüsse.  Erst als Tim Dohmen den Ball in den Kasten nagelte, waren die beiden Punkte für die Eagles endgültig unter Dach und Fach. Die frisch eroberte Tabellenführung machte den Eagles-Vorsitzenden Georg Otten natürlich froh, nicht ganz einverstanden war er freilich mit den gezeigten Leistungen. „Insgesamt war es nicht das erwartet hochklassige Spiel“, monierte er: „Beide Mannschaften waren zu sehr auf die Punkte fixiert und vermieden deshalb fast jedes Risiko.“ Allerdings hatte der Meistercoach auch schon schlechtere Spitzenspiele gesehen. Und darum befand er: „Die rund 200 Zuschauer in der Halle am Horkesgath durften sich durchaus gut unterhalten fühlen.“

Über Ostern haben die Adler frei. Weiter geht es in der Liga erst am 27. April, wenn das Gastspiel beim starken Aufsteiger TV Augsburg auf dem Programm steht. Am 1. Mai kommen die auch erst einmal bezwungenen SHC Rockets Essen zum immer brisanten Gipfelkampf in die Kaarster Stadtparkhalle.

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