Rich Roofer mit Maxim Pecheur gewinnt drittes Rennen hintereinander.

Galopp : Kleinkorres und die Gelassenheit im Erfolg

Neusser Trainer verfolgt Endkampf des fünften Rennens auf dem Düsseldorfer Grafenberg seelenruhig.

Wenn sich ihre Rennpferde im Endkampf um Sieg und Platz befinden, dann gehen die Trainer und Besitzer üblicherweise sehr temperamentvoll mit. Das äußert sich auch in der Lautstärke.

Der Neusser Trainer Axel Kleinkorres verfolgte den Endkampf des fünftes Rennens am Sonntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg scheinbar seelenruhig im Presseraum der Rennbahn auf dem dort hängenden Monitor. Er blieb auch gelassen, als der von ihm trainierte sechsjährige Wallach Rich Roofer mit Maxim Pecheur im Sattel sein drittes Rennen hintereinander gewann. Mit großer Endgeschwindigkeit besiegte das Pferd aus Neuss den aus dem großen Stall von Trainer Andreas Wöhler laufenden 2,8:1-Wettfavoriten Mentalist mit einem Hals-Vorsprung. Dessen Jockey Eduardo Pedroza wurde von der Rennleitung für 27 Renntage vom 28. April bis 24.Mai gesperrt. Er hatte das Pferd acht Mal mit der Peitsche konfrontiert, nur fünf Einsätze sind in Deutschland erlaubt. Es war offenbar die Folge großen Erfolgsdrucks. Der aus Panama stammende vierfache deutsche Jockeychampion war erst vor einer Woche von einem fünfmonatigen Gastspiel in Katar zurückgekehrt. Da gab es viel Geld zu verdienen und die Peitschenregeln waren auch anders.

Kleinkorres war trotz der fast stoischen Gelassenheit stolz: „Das war immerhin der sechste Sieg für das Pferd. So etwas kommt auch nicht alle Tage vor.“ Zur Erinnerung gab es eine Kiste Wein und ein weißes Badetuch des Rennsponsors. Besitzer Andreas Scheulen und sein Anhang aus Gelsenkirchen freute sich auch über 3800 Euro Prämie des schnellen Wallachs, mit dem der junge Ehemann Maxim Pecheur in dieser Saison gewann und seine Führung im Jockey-Championat ausbaute. Er führt mit 17 Siegen vor Michael Caddedu und Lukas Delozier mit je acht Volltreffern. Kleinkorres dachte schon über die über die Zukunft des sechsfachen Siegers nach: „Es gibt eine Startmöglichkeit am 27.April, wieder in Düsseldorf. Aber es wird natürlich immer schwerer.“ Für Kleinkorres war es der siebte Sieg in diesem Jahr. Für den Fußball-Freak Kleinkorres war auch der Zeitpunkt des Rennens ideal. Es lief um 13.25 Uhr und so konnte sich der Bremen-Fan in Ruhe noch die Niederlage von Fortuna Düsseldorf gegen München im Fernsehen anschauen.

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