Tischtennis: DJK Holzbüttgen stellt mit 208 Zuschauern neuen Rekord auf

Tischtennis : Das Spiel verloren – den Rekord geknackt

Tischtennis-Drittligist DJK Holzbüttgen verliert vor 208 Zuschauern in der Neusser Stadionhalle mit 2:6 gegen Hannover 96.

Es war wahrscheinlich das bisher aufwendigste Heimspiel in der Geschichte der DJK Holzbüttgen. Weil die Stadt Kaarst die Kapazitäten in der Sporthalle am Bruchweg kurzfristig auf 199 Zuschauer begrenzte, sind die Holzbüttgener für ihren Rekordversuch kurzerhand in die Stadionhalle nach Neuss umgezogen. Am Ende zeigte der Zuschauer-Ticker am Einlass exakt 208 Besucher an. Zehn mehr als die bisherige Bestmarke.

Das Spiel gegen Hannover wurde zwar mit 2:6 verloren, dafür wurden aber viele neue Tischtennis-Fans gewonnen: „Super, wir freuen uns, dass sich der Aufwand am Ende gelohnt hat“, sagte DJK-Abteilungsleiter Stefan Vollmert. Auch bei den Spielerinnen war die Freude über die geglückte Veranstaltung größer als der Ärger über die Niederlage, die vom Spielverlauf knapper war, als es das Endergebnis letztendlich angezeigt hat. „Wir sind happy, es hat riesig Spaß gemacht, vor so vielen Leuten zu spielen. Natürlich hätten wir auch gerne gewonnen, aber Hannover war einfach ein Stück besser als wir“, meinte Kapitänin Lisa Scherring. „Wir waren nah dran, dass Spiel noch wesentlich enger zu gestalten. Das hat leider nicht geklappt, aber die Athmosphäre in der Halle war super“, fand auch Jana Vollmert.

Gleich zu Beginn in den Doppelspielen zeigten die Gäste ihre Stärke. Sowohl Valerija Stepanovska/Miriam Jongen als auch Jana Vollmert/Lisa Scherring gerieten schnell unter Druck. In beiden Partien führten die Gäste mit 2:0-Sätzen. Stepanovska und Jongen verloren auch den dritten Durchgang deutlich. Am anderen Tisch kämpfte sich das DJK-Duo zurück in die Partie, gewann die Durchgänge drei und vier und setzte sich dann im Entscheidungssatz mit 11:8 durch. Zwei völlig unterschiedliche Spiele gab es dann im Spitzenpaarkreuz zu sehen. Valerija Stepanovska zeigte eine starke und konzentrierte Leistung und gewann ohne Satzverlust mit 11:7, 11:8 und 11:5 gegen Katerina Cechova. Miriam Jongen fand gegen eine der stärksten Spielerinnen der Liga, der Japanerin Shio Ono, überhaupt keine Mittel und verlor glatt mit 0:3-Sätzen.

In der Halbzeit und vor dem Spiel gab es Ehrungen und Showeinlagen. Viel Applaus haben Beate Heydorn und Nicola Vollmert erhalten, die mit einer Silbermedaille im Gepäck von den Special Olympics aus Abu Dhabi zurückgekehrt sind. Erstmals gab es bei einem Tischtennis-Spiel der DJK-Damen auch ein Showprogramm. Die Tanzgruppen der „Wild Jazz Kids“ von der Astrid Lindgren-Grundschule in Holzbüttgen und die Formation der „BTV Power Crew“ des BTV Vorst sorgten für Stimmung in der Halbzeit.

Bis zur Pause hielt das DJK-Quartett noch super mit, dann folgte im unteren Paarkreuz ein Knick. Jana Vollmert unterlag in vier Sätzen gegen die frühere russische Jugendnationalspielerin Maria Panarina. Lisa Scherring zeigte einen tollen Fünfsatzkampf, verlor am Ende aber im Entscheidungssatz mit 5:11 gegen die deutsche Vizemeisterin im Doppel, Caroline Hajok.

Im Spitzenduell des Tages lieferten sich dann Valerija Stepanovska und Shio Ono einen tollen Schlagabtausch mit spektakulären Ballwechseln. Die Führungen wechselten hin und her, am Ende hatte die Japanerin knapp die Nase vorn. Auch im anderen Einzel des Spitzenpaarkreuzes fiel die Entscheidung erst im fünften Durchgang, den Miriam Jongen gegen Katerina Cechova knapp verlor. Viel Lob für die Veranstaltung erhielten auch Alexander Daun, der die Initiative für den Rekordversuch ins Leben gerufen hatte und bei dem das Telefon bis vor Spielbeginn nicht mehr stillstand, und Thomas Gindra, der mit seinem Engagement den Umzug nach Neuss überhaupt erst möglich gemacht hatte. Er kennt die Stadionhalle von vielen Veranstaltungen mit dem Neusser GWN-Team und hatte kurzfristig beim Sportamt die Erlaubnis für die außergewöhnliche Nutzung eingeholt.

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