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Sieben direkte Torbeteiligungen von Enrico Seeger beim Gerfrather Pokalsieg

Fußball : Stürmer schreibt Teamgeist groß

Grefraths Enrico Seeger traf beim 8:1 im Kreispokal gegen Hackenbroich dreimal. Am Ende der Saison würde er gerne mit den Germanen in die Kreisliga A aufsteigen.

Bevor es für mindestens einen Monat wegen der Corona-Maßnahmen in die Zwangspause ging, hatten einige Mannschaften aus dem Fußballkreis Grevenbroich/Neuss wenigstens noch mal die Möglichkeit, sich im Kreispokal auszutoben. Und der SV Germania Grefrath machte von dieser Möglichkeit ausgiebig Gebrauch, ließ es in der Erstrundenpartie gegen den TuS Hackenbroich richtig krachen. Der B-Ligist schickte die eine Klasse höher spielenden Hackenbroicher mit einer 1:8 (1:5)-Klatsche nach Hause. Einen ganz besonderen Abend erlebte dabei Stürmer Enrico Seeger, der drei Tore selbst schoss und vier weitere direkt vorbereitete.

„Am achten Treffer war ich auch noch beteiligt, weil ich den Pass in die Schnittstelle gespielt habe und dann zwei meiner Mitspieler alleine aufs Tor zugelaufen sind“, erinnert sich Seeger. Der 25-Jährige hält allerdings gar nichts davon, sich im Glanze dieses Kantersieges zu sonnen, für ihn ist die Mannschaft das Wichtigste. „Das war eine super Teamleistung. Jeder hat bei den bei Regen schwierigen Verhältnissen auf unserem Aschenplatz alles gegeben.“ In Grefrath gibt es zwar auch einen Rasenplatz, doch der ist für Pflichtspiele nicht geeignet. Als Seeger 2015 von seinem Heimatverein Holzheimer SG, der sogar über einen Kunstrasen verfügt, nach Grefrath wechselte, war es zunächst eine Umstellung, sich wieder an die raue Asche zu gewöhnen. „Man lernt, sie zu lieben“, meint Seeger mit einem Augenzwinkern.

Jedenfalls hat er den Wechsel in den Nachbarort noch keine Sekunde bereut. Er empfindet das Mannschaftsgefüge wie eine große Familie, dementsprechend engagiert er sich auch dafür. In der laufenden Saison war er bei jedem Training und Spiel dabei. „Ich würde die Mannschaft nie im Stich lassen“, betont Seeger. Da macht es ihm auch nichts, dass er nominell eigentlich nur Stürmer Nummer drei ist. Er will zur Stelle sein, wenn seine Hilfe gefragt ist. Das war bislang wegen Verletzungen von Mitspielern schon häufiger der Fall, bei acht Einsätzen in der Meisterschaft erzielte er schon fünf Tore.

Damit trug er seinen Teil dazu bei, dass die Grefrather aktuell mit lupenreiner Weste (acht Spiele, acht Siege) souverän die Tabelle der Gruppe 3 anführen. Wenn der Weg am Ende in die Kreisliga A führen würde, hätten die Grefrather nichts dagegen. Am meisten Spaß hat Enrico Seeger aber daran, dass die Erfolgsserie im Dorf jede Menge Euphorie erzeugt: „Bei unseren Heimspielen sind regelmäßig über 100 Zuschauer da.“ Wenigstens war das 8:1 ein Ergebnis, von dem die Fans lange zehren können. Wer weiß, wann das nächste Mal in Grefrath ein Spiel über die Bühne geht.