1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis

Rhein-Kreis Neuss: Berufsberatung im Shopping-Center

Rhein-Kreis Neuss : Berufsberatung im Shopping-Center

Die Agentur für Arbeit Neuss und die Kreishandwerkerschaft Niederrhein stellen im Rheinpark-Center handwerkliche Ausbildungsberufe vor. Über 100 freie Ausbildungsplätze haben sie am verkaufsoffenen Sonntag im Angebot.

Das Konzept geht auf: "Wir gehen da hin, wo wir die Jugendlichen und ihre Eltern treffen", sagt Monika Schneiders, Teamleiterin des gemeinsamen Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit Neuss und des Jobcenters Rhein-Kreis Neuss. Zum zweiten Mal stehen die Agentur für Arbeit Neuss und die Kreishandwerkerschaft Niederrhein mit ihrem Bildungszentrum gemeinsam im Rheinpark-Center-Neuss. Im Gepäck hat die Arbeitsagentur am Sonntag, 5. Mai, mehr als 100 Ausbildungsplätze.

Katrin Kretschmer, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Neuss, im Gespräch mit Interessierten. Foto: Agentur für Arbeit Mönchengladbach

Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. "Die Jugendlichen haben ein aktuelles Zeugnis in der Tasche, die Abi-Klausuren hinter sich und sollten sich möglichst schnell um einen Ausbildungsplatz kümmern. Je früher, desto besser", betont Monika Schneiders. Der Schwerpunkt der Aktion "Berufsberatung im Shopping-Center" liegt im handwerklichen Bereich. "Viele Jugendliche sind nach wie vor sehr überrascht, wie vielfältig, spannend und interessant die Ausbildung in einem heimischen Handwerksbetrieb ist", sagte Klaus Koralewski, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein. "Eine Ausbildung im Handwerk ist nicht nur der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit, sondern eine ideale Plattform, um sich später selbstständig zu machen oder zu studieren. Die jungen Menschen haben mit einem Handwerksabschluss beinahe unendlich viele Möglichkeiten, ihre berufliche Zukunft zu gestalten.

Die Kreishandwerkerschaft Niederrhein zeigt Kurzfilme mit TV-Moderator Simon Gosejohann unter dem Titel "Simon – die linke Hand des Handwerks", die unterhaltsam die Arbeit in einem Handwerksbetrieb, beispielsweise als Fotograf oder Bäcker, vorstellen. Innungsvertreter aus dem Elektrohandwerk, Tischler-, Friseur-, Metall- sowie dem Maler- und Lackiererhandwerk, der Sanitär- und Heizungstechnik und dem Kfz-Handwerk bringen ihre Auszubildenden mit. "So ist es für die Jugendlichen viel einfacher, ihre Fragen zu stellen und vor Ort mit den Praktikern zu reden", sagte Jens Wenglarz, Leiter des Bildungszentrums und Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.

Darüber hinaus gibt es praktische Vorführungen. Beispielsweise zeigen die Auszubildenden im Friseurhandwerk an Übungsköpfen die neuesten Frisurentechniken. Die Palette der freien Ausbildungsplätze ist bunt und vielfältig. Sie reicht von Bäcker, Gärtnerin über Raumausstatter und Kfz-Mechaniker bis zum Kanalbauer. "Aber wir haben auch einen Ausbildungsplatz als Schilder- und Lichtreklamehersteller dabei", verrät Monika Schneiders von der Arbeitsagentur.

Die Jugendlichen erhalten am Stand der Agentur für Arbeit eine Kurzberatung und können sich die unterschiedlichsten Ausbildungsberufe anschauen. Wer möchte, kann sofort einen Termin bei der Berufsberatung in der Arbeitsagentur reservieren, damit er oder sie möglichst schnell einen Ausbildungsvertrag in der Tasche hat. Einig sind sich Arbeitsagentur und Kreishandwerkerschaft: "Dieses Angebot sollten Jugendliche und Eltern am Sonntag unbedingt nutzen."

(NGZ)