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Korschenbroich: Alle fünf Pfarrkirchen sollen erhalten bleiben

Korschenbroich : Alle fünf Pfarrkirchen sollen erhalten bleiben

Das Bistum Aachen genehmigt neues Gebäudekonzept. Die fünf Kirchen sind von den Sparmaßnahmen zunächst nicht betroffen.

Das Sparprojekt Kirchliches Immobilien-Management (KIM) soll im Bistum Aachen bis Ende 2013 die Weichen für ein nachhaltiges Sparprogramm stellen. "30 Prozent der Unterhalts- und Instandsetzungskosten müssen eingespart werden", definierte Gemeindereferent Dieter Praas gestern die Zielvorgabe gegenüber unserer Zeitung. Die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Korschenbroich ist von den massiven Sparvorgaben ebenso betroffen wie 70 weitere GdGs im Bistum. Über ein Jahr hat sich eine Projektgruppe bestehend aus Mitgliedern aller Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte mit den neuen Sparvorgaben befasst. Das Ergebnis: Alle fünf Pfarrkirchen sind zunächst abgesichert. "Bei Instandsetzungsmaßnahmen werden die Kirchen vom Bistum bis zu 60 Prozent bezuschusst", übersetzt Praas das für die GdG Korschenbroich verabschiedete Konzept. Zudem werden laut KIM künftig noch Reparaturarbeiten am zentralen Pfarramt (Kirchplatz 3) und am Dionysiushaus Kleinenbroich (Hochstraße 24) mit einem Kostenanteil von 60 Prozent bezuschusst.

Alle anderen Gebäude fallen durchs Raster. Für St. Marien Pesch nennt Johannes Kronen das Pfarrheim, das Büro und die Bücherei. In Herz Jesu Herrenshoff sind vom Rotstift das Pfarrgemeindehaus mit Jugendheim und in St. Andreas Teile der Kirchplatz-Gebäude betroffen. Die Pfarre St. Georg Liedberg muss künftig für Arbeiten an der alten Schlosskapelle und im Hildegundishaus (Jugendheim und Pfarrbüro) selbst aufkommen. Noch dickere Brocken befürchtet Bernhard Schlüter für St. Dionysius Kleinenbroich. Während er sich keine Sorgen um die anstehende Kirchensanierung macht ("Wir haben einen Kirchenbauverein, der ist Gold wert und er wird von Herrn Goldmann geführt"), sieht er schon jetzt beim Dionysiushaus enorme Kosten auf die Pfarre zukommen, die sie allein schultern muss.

Im Vorfeld von KIM wurden die Kubikmeter der unterschiedlichen GdG-Gebäude errechnet. Insgesamt kamen 62 400 Kubikmeter zusammen, die mit einem Durchschnittswert von drei Euro pro Kubikmeter hochgerechnet wurden. "Die GdG müsste nach dem Modell pro Jahr rund 100 000 Euro aus eigener Tasche beisteuern, um den aktuellen Gebäudestand zu garantieren," verdeutliche Praas den sich aus KIM ergebenden Finanzbedarf.

Um jedweden Spekulationen im Vorfeld den Nährboden zu entziehen, betonte Praas auch: "Hier geht es rein um Instandsetzungsmaßnahmen." Er wollte im Zusammenhang mit KIM weder Themen wie Gebäudeverkäufe, Schließungen noch Umwidmungen ansprechen. Achim Hoeps (Herz Jesu) war da offen: "Für mich war der KIM-Prozess die Vorentscheidung für künftige Kirchenschließungen. Deshalb haben wir unsere fünf Pfarrkirchen auch aus dem Sparbeschluss herausgenommen." KOMMENTAR

(NGZ)