1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Jüchen: Wo sich RWE in Jüchen engagieren will

Jüchen : Wo sich RWE in Jüchen engagieren will

Der Gemeinderat wird am kommenden Donnerstag über eine neue Rahmenvereinbarung mit RWE Power abstimmen. Ein Thema ist das Dorfentwicklungskonzept Hochneukirch. Die FWG protestiert per Flugblatt gegen die L 354n.

Die Gemeinde Jüchen und der Bergbautreibende RWE Power haben ihre Rahmenvereinbarung aktualisiert. "Dabei geht es zurzeit allerdings noch nicht um konkrete Projekte", so Lothar Lambertz, Sprecher des Unternehmens. Zwei Punkte, die dabei thematisiert worden: das Dorfentwicklungskonzept für Hochneukirch und Hackhausen sowie der Bereich Aus- und Weiterbildung.

Seit September 2012 ist die ursprünglich aus dem Jahr 2008 datierte Vereinbarung ein Thema. Damals beschäftigte sich der Hauptausschuss im nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung damit. Am kommenden Donnerstag steht das Thema erneut auf der Tagesordnung im Gemeinderat. Auf Antrag der FWG-Fraktion wird es – Ausnahme ist der Bereich Bauland – im öffentlichen Teil der Sitzung behandelt. Die Rahmenvereinbarung ist eine lose Fortsetzung des Umsiedlungsprozesses, ausgehend von der Überzeugung, "dass die wechselseitigen Beziehungen und Berührungspunkte zwischen den Beteiligten trotz des erfolgten offiziellen Abschlusses der Umsiedlung noch nicht abgeschlossen sind".

Auch wenn laut Bürgermeister Harald Zillikens "die Tätigkeitsfelder nicht explizit und abschließend aufgeführt" sind, verspricht er sich daraus positive Impulse. Beispiel: Dorfentwicklung in Hochneukirch. Auch hier wird sich RWE einbringen. Bürgermeister Zillikens könnte sich in der Nähe des Bahnhofs Hochneukirch neue Wohngebiete für Familien vorstellen. Ein Vorbild dafür könnte das Neubaugebiet "Am Glockenstrauch" in Grevenbroich-Frimmersdorf sein, bei dem Stadt und Konzern kooperieren.

Beispiel interkommunales Gewerbegebiet: Dies möchte die Gemeinde Jüchen gemeinsam mit der Nachbarstadt Grevenbroich entwickeln. Voraussetzung ist, dass der Regionalplan geändert wird. RWE könnte sich an der Verkehrsplanung, an der Erschließung und beim Grünausgleich beteiligen.

Beispiel Rekultivierungsfläche: In diesem Bereich würden die Interessengemeinschaft (IG) Garzweiler und der frühere Bürgermeister Peter Giesen gern einen Pfad mit Erinnerungsstücken rund um das Thema Umsiedlung realisieren – auch dabei soll RWE helfen.

Dass die Rahmenvereinbarung nicht unumstritten ist, macht Gerolf Hommel für die FWG Jüchen klar. Er kämpft gegen die Pläne für die neue Umgehungsstraße L 354n, die eine Verkehrsentlastung für Hackhausen bringen könnte. Hommel möchte bereits deren Verlauf in der Rahmenvereinbarung festgelegt wissen – ein Vorgehen, dass laut dem Verwaltungschef unmöglich ist: "Es gibt noch keine Pläne, wie die Strecke verlaufen könnte." Außerdem sei für diese Planung der Baulastträger Straßen NRW zuständig. Aktuell werde erst eine Umverträglichkeitsstudie (UVS) erstellt.

(NGZ)