Handball: Nach Meisterfeier steigt NHV heute wieder ins Training ein

Handball : Nach Meisterfeier steigt NHV heute wieder ins Training ein

Es wurde eine lange Nacht für die Handballer des Neusser HV nach dem 29:23-Sieg beim MTV Dinslaken: "Die meisten sind erst am frühen Sonntagmorgen nach Hause gegangen", wusste Trainer René Witte zu berichten. Vorsorglich hatten sich die Neusser bereits vor dem letzten Oberliga-Punktspiel einen Saal im "Schlösser" in der Düsseldorfer Altstadt reservieren lassen – kein Wunder eigentlich, wenn gleich drei Spieler der Meistermannschaft diesen Namen tragen.

Während seine Schützlinge den Sonntag und Montag zur Regeneration nutzen konnten, stieg der 34 Jahre alte Handball-Lehrer am Sonntagabend gleich wieder in die Arbeit ein. Gemeinsam mit Co-Trainer Christian Berlt und dem für die Torhüter zuständigen Andreas van Leuck studierte er per Video den kommenden Gegner: "Wir hatten uns schon vorher fünf, sechs Videos der HSG Rheinbach-Wormersdorf besorgt", sagt Witte.

Sein Urteil über den Mittelrhein-Meister, der am Samstag (4. Mai, 18.30 Uhr) in der eigenen Halle an der Berliner Straße in Rheinbach und eine Woche später (11. Mai, 18.30 Uhr) in der Hammfeldhalle Kontrahent um den Aufstieg in die Dritte Liga ist: "Ein sehr. sehr schwerer Gegner." Und das bezieht er nicht nur darauf, dass die HSG den Neussern "besonders im Innenblock körperlich eindeutig überlegen" ist, sondern auch auf die Spielstärke: "Die spielen einen ähnlich schnellen Handball wie wir, beherrschen zwei Deckungssysteme und schalten blitzschnell von Abwehr auf Angriff um."

Zwei ihrer vier Niederlagen kassierte die HSG erst, als sie bereits vorzeitig als Meister feststand, in der Hinrunde hatte es mit dem 21:29 beim TSV Bayer Dormagen II und der 30:36-Heimniederlage gegen den Weidener TV zwei Schlappen innerhalb einer Woche gegeben. Herausragender Akteur ist der Halblinke Mike Ribbe, der mit 229 Saisontoren zu Buche steht. Überhaupt ist die Offensive das Prunkstück der Schützlinge von Trainer Dietmar Schwolow: Die HSG erzielte in 26 Punktspielen 822 Treffer, das sind 31,6 im Schnitt. Der NHV brachte es im gleichen Zeitraum auf 768 Tore (29,5). Dafür sind die Neusser Werte in der Defensive besser: 642 Gegentoren (24,7 im Schnitt) stehen deren 675 (26,0) auf Rheinbacher Seite gegenüber.

Um sich auf die daraus ergebenden Aufgaben vorzubereiten, steigt der NHV heute wieder ins Training ein. "Wir trainieren wie immer drei Mal in der Woche", sagt Witte und freut sich, "dass wir dank des Entgegenkommens des Rhein-Kreises die Hammfeldhalle auch am morgigen Maifeiertag nutzen können."

Ob die Neusser wie zu den "Endspielen" in Essen und Dinslaken am Samstag einen Fanbus nach Rheinbach einsetzen werden, entscheidet sich heute.

(NGZ)
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