Tischtennis Mönchengladbach: Rheydt-Wetschewell vor Topspiel

Tischtennis : Zugang Mehl überrascht sich und Rheydt-Wetschewell

Zuletzt spielte der 30-Jährige in Hochneukirch Kreisliga, nun hat er mit einer 12:4-Einzelbilanz großen Anteil daran, dass Rheydt Landesliga-Spitzenreiter ist. Das soll möglichst auch nach dem Topsiel gegen Rheinkamps Reserve so bleiben. Der TuS Wickrath hat in der NRW-Liga einen Doppelspieltag vor der Brust.

Im Derby gegen den TuS Wickrath II hat der TuS Rheydt-Wetschewell mit dem 8:8 den zweiten Punkt in dieser Saison abgegeben. Dennoch behielten die Rheydter die Tabellenführung in der Landesliga. Weil auch Verfolger TTV Falken Rheinkamp II beim Meidericher TTC nicht über ein Unentschieden hinauskam, bleibt es auch beim Zwei-Punkte-Vorsprung. Zum Hinrunden-Abschluss treffen jetzt die beiden Spitzenteams in Moers aufeinander.

Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellung verrät, dass Rheydt durchaus so weit vorne zu erwarten war. Allerdings wundert es angesichts der personellen Probleme durchaus, dass kein anderes Team besser steht. Urlaube, Verletzungen und berufliche Verpflichtungen verhinderten bei Rheydt bisher das Spielen in Bestbesetzung. Einzige Konstante im Rheydter Team ist Patrick Mehl. Der Zugang vom JTTC Hochneukirch ist der einzige Spieler, der alle zehn Partien absolvierte.

Noch überraschender sind seine Leistungen. Eine 12:4-Einzelbilanz hätten ihm, der in Hochneukirch nicht über die Kreisliga hinauskam, nur wenige zugetraut. „Ich habe schon erwartet, dass ich in der Landesliga mithalten kann“, sagt Mehl. „Dass es so gut läuft, überrascht mich selber auch.“ Mehl hat in Hochneukirch mit dem Tischtennis angefangen, konzentrierte sich aber sehr lange auf den Fußball. Erst nach einer Verletzung, die seine fußballerische Karriere beendete, griff er wieder regelmäßig zum Schläger. Zuletzt spielte er beim VfB 08 Hochneukirch. „Ich habe vor ungefähr drei Jahren angefangen, wieder gezielt zu trainieren“, sagt der 30-jährige. Ein Beweggrund, nach Rheydt-Wetschewell zu wechseln, waren die Trainingsbedingungen. „Ich habe hier starke Trainingspartner, durch die ich mich weiterentwickeln konnte“, sagt Mehl. Jetzt will er dazu beitragen, dass der TuS auch nach dem Spiel gegen Rheinkamp Tabellenführer bleibt.

Am letzten Spielwochenende der NRW-Liga muss der TuS Wickrath gleich zweimal ran. Und angesichts der bisher mageren 3:15-Bilanz möchte Wickrath in den Spielen bei der SG Heisingen (Samstag, 18.30 Uhr) und einen Tag später (10.30 Uhr) gegen DJK Rhenania Kleve möglichst viele Punkte holen. Heisingen (2:18) und Kleve (1:15) haben bisher auch noch keine Bäume ausgerissen. „Wir werden für die beiden Aufgaben wieder mit Sichun Lu spielen“, sagt TuS-Abteilungsleiter Hubert Radermacher. „Das Wochenende wollen wir erfolgreich beenden.“

Ein wichtiges Spiel steht auch für Wickraths Zweitvertretung auf dem Programm. Zwar ist der TuS Tabellenfünfter, aber bis zur Abstiegszone in der Landesliga hat Wickrath lediglich einen Vorsprung von einem Punkt. Gegen Tabellennachbar CVJM Kelzenberg soll daher ein Sieg her.

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