Landesliga Mönchengladbach: 1. FC empfängt Odenkirchen

Fußball-Landesliga : Landesligisten sind heiß aufs Derby

Der 1. FC Mönchengladbach empfängt am Sonntag (15 Uhr) die SpVg. Odenkirchen. Beide trennen derzeit tabellarisch gesehen Welten, die Trainer erwarten aber ein attraktives, enges Spiel. Der VfL Jüchen hat ebenfalls am Sonntag (14.14 Uhr) den FSV Vohwinkel zu Gast.

Zum Ende der Hinrunde kommt es zum dritten und letzten Derby der drei Gladbacher Teams. Der 1. FC Mönchengladbach empfängt die SpVg. Odenkirchen. Beim bisher letzten Aufeinandertreffen begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Der FC, damals Tabellenvierter, und Odenkirchen (6.) trennten sich 2:2. In dieser Saison liegen tabellarisch Welten zwischen beiden. Die Westender (3.) klopfen unerwartet an das Tor zur Oberliga, und die Sportvereinigung ist als Tabellenneunter immer noch in Abstiegsgefahr. Daran hat auch der 2:1-Erfolg im Lokalduell mit dem VfL Jüchen nichts geändert.

Für FC-Trainer Benedict Weeks spielen die bisherigen Leistungen gar keine Rolle. Schon gar nicht das 5:0 im Pokalspiel; da trat Odenkirchen mit der Reservemannschaft an. „Wir beschäftigen uns nicht mit der Tabellensituation“, sagt Weeks. „In einem Lokalderby spielt das alles keine Rolle.“ Weeks impft seiner Mannschaft immer wieder ein, dass für einen Sieg in der Landesliga volle Konzentration und leidenschaftlicher Einsatz erforderlich sind. Das hat bisher gut funktioniert. Der FC ist bis auf wenige Ausnahmen von Verletzungen verschont geblieben, das sorgt für einen gesunden Konkurrenzkampf. Am Dienstag waren 20 Spieler im Training; da fällt eine gute Vorbereitung leicht. „Die Spieler sind heiß und freuen sich auf das Spiel am Sonntag“, sagt Weeks. Er schätzt Odenkirchen als sehr disziplinierte Mannschaft ein, die wenige Fehler macht. „Odenkirchen hat einen Plan und will diesen auch umsetzen“, sagt Weeks. „Das wird ein schwieriges Spiel, in dem wir vermutlich nicht viele Chancen erhalten werden.“ Der FC-Trainer lobt die Arbeit von Gäste-Coach Kemal Kuc. „Er hat gute Arbeit geleistet und das Team zu einem guten Landesligisten geformt.“

Kuc erwartet ein „schönes Spiel“, weil beide Teams versuchen, fußballerisch Lösungen zu finden. „Wir freuen uns sehr auf das Spiel“, sagt Kuc. „Die Jungs sind heiß.“ Er weiß, dass er auf der Ernst-Reuter-Anlage auf ein Team mit vielen jungen Spielern trifft. „Die Mannschaft steht zu Recht soweit oben“, sagt Kuc. Für Odenkirchen war der Sieg gegen Jüchen sehr wichtig. Um sich von den Abstiegsrängen weiter zu entfernen, sollen bis zur Winterpause noch einige Punkt geholt werden. Gerne auch schon beim 1. FC. Die personellen Probleme haben sich fast in Luft aufgelöst. Auch in Odenkirchen war das Training gut besucht mit 19 Spielern. Pascal Moseler und Stephan Volk haben sich zurückgemeldet.

Wenn der VfL Jüchen nicht den Anschluss an das Mittelfeld verlieren möchte, muss am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den FSV Wuppertal-Vohwinkel ein Sieg her. Tabellenplatz 17 erfüllt nicht den Anspruch des VfL. „Wir sind optimistisch, dass es aufwärts gehen wird“, sagt Vorsitzender Christoph Sommer. „Mannschaft, Verein und Sponsoren ziehen an einem Strang.“ Sommer erwartet, dass das Team an seine Leistungsgrenze gehen wird. Was gegen den um vier Punkte besser stehenden Dreizehnten auch notwendig sein wird. „Auch Vohwinkel hat sich von der Saison mehr versprochen“, sagt Sommer. Jüchen hat mit 22 Toren die zweitschlechteste Offensive, nur Odenkirchen hat noch weniger Tore (19) erzielt. Im Angriff gilt es für Trainer Michele Fasanelli anzusetzen. Rechtzeitig für das Spiel hat sich Sven Raddatz fit gemeldet. Er ist mit sechs Treffern der erfolgreichste Torschütze.

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