Handball : TV Korschenbroich zieht ins Pokalfinale ein

Der Regionalligist siegt erst nach Verlängerung gegen den Oberligisten HG Remscheid. Zudem wurden die Partien im Kreispokal gespielt, in dem der TV Beckrath für eine große Überraschung sorgte und wie Borussia Mönchengladbach ins Viertelfinale einzog, in dem sie sich gegenüberstehen werden.

Der TV Korschenbroich hat es spannend gemacht: Erst nach zweifacher Verlängerung stand der 33:29 (12:13, 24:24)-Sieg des Nordrheinligisten im Halbfinale des Verbandspokals gegen den Oberligisten HG Remscheid fest. „Die Zuschauer müssen für sechs Euro Eintritt ja auch etwas geboten bekommen“, sagte Dirk Wolf schmunzelnd.

Der TVK-Trainer hatte aufgrund der Grippewelle seinen Sohn Mats, David Biskamp und Philip Schneider schonen wollen, es kam am Ende anders. „Wir haben abwehrmäßig am Anfang nicht so den Zugriff bekommen, vor allem nicht bei Michael Heimansfeld, der am Ende 15 Tore geworfen hat“, sagte Wolf. Erst mit einer Manndeckung gegen den Remscheider in der zweiten Halbzeit wurde die Deckung besser, der TVK schien das Spiel in den Griff zu bekommen, auch wenn er auf Steffen Brinkhues verzichten musste, der mit einer Schulterverletzung ausfiel. Doch dann wurde es bitter für Aaron Jennes: Der Kreisläufer warf Sekunden vor dem Ende die 24:23-Führung heraus, lief dann aber durch den Anwurfkreis und behinderte Remscheid so in der Ausführung. Regelkonform gab es da Rot für Jennes und Siebenmeter für die Gäste, Heimansfeld glich aus. So ging es in die Verlängerung, in der Wolf Schneider durch Jennes’ Platzverweis nachmelden musste. „Die erste Verlängerung war noch ausgeglichen, aber dann haben die Jungs das taktisch gut gelöst“, sagte Wolf, der seinen Torhüter Felix Krüger und Mittelmann Tim Dicks, der 80 Minuten durchspielte, lobte.

Der TV Beckrath sorgte für die Überraschung in der Kreispokal-Hauptrunde: Das Schlusslicht der Landesliga, bisher noch ohne  Sieg, warf den Tabellenletzten der Verbandsliga, den TV Korschenbroich II, durch ein Tor in letzter Sekunde 28:27 (11:12) aus dem Wettbewerb. Lukas Rostek bescherte dem TV Beckrath mit seinem Treffer zum 28:27 gegen den TVK II den Einzug ins Viertelfinale. Die Beckrather belohnten sich damit für eine starke zweite Hälfte, in der sie weitgehend vorne lagen. Der TVK II führte vor der Pause überwiegend. Für Beckrath warfen Donga (9), Rostek, Flock (je 5) und Giesen (4) die meisten Tore. Für den TVK II trafen J. Menze (10), Bihn, Hoppe und Schmitz (je 4) am besten.

Der ATV Biesel wehrte sich 40 Minuten sehr gut gegen Borussia Mönchengladbach, doch nach dem 18:19 in der 43. Minute warfen die Borussen um ihren Topscorer Lukas Feld (11/3) noch einen klaren Sieg heraus. Beim ATV trafen Doehlert (6) und Krichel (5) am besten.

Die TS Lürrip ließ beim 35:25 (18:13) gegen den TV 1848 nichts anbrennen. Heitzer (9), Schimanski (7) und Koelling (5) steuerten die meisten Tore zum Sieg bei. Beim TV 1848 warfen Skorzik (7), Heidrich und Holz (je 6) die meisten Tore.

Welfia Mönchengladbach hatte beim 31:21 (17:9) bei der HSG DJK TuS Wickrath keine Probleme. Für Welfia waren Klein (7) und Neuenhofer (6) am erfolgreichsten, für Wickrath Bdeiwi und Sebastian Breyer (je 5).

Die Viertelfinalspiele sind für den 13. Januar terminiert. Geistenbeck spielt dann beim TV Orken, Lürrip in Rurtal, Beckrath erwartet Borussia Mönchengladbach und Welfia den TV Erkelenz. Bei den Frauen trifft Korschenbroich auf Biesel, Borussia auf Beckrath, Welfia auf Erkelenz und Rheydt auf Rurtal.

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