Die Schwestern des GHTC wollen in die Regionalliga aufsteigen

Tennis : Die Moradians feiern Jubiläum im GHTC-Jubiläumsjahr

Sheila und Soraya Moradian spielen seit zehn Jahren Tennis im Gladbacher HTC. Nachdem sie im Winter mit den Damen den Titel in der Niederrheinliga geholt haben, wollen sie das nun auch im Sommer tun und in die Regionalliga aufsteigen. Derzeit ist die Mannschaft Tabellenführer.

Wer mit Sheila und Soraya Moradian spricht, der spricht mit beiden gleichzeitig – denn die Schwestern ergänzen und vervollständigen gerne die Sätze der anderen. „Wir wollen aufsteigen in die Regionalliga“, sagt Sheila. „Das Okay des GHTC haben wir“, ergänzt Soraya. Beide lächeln, die wachen, dunklen Augen strahlen. So, als hätten sie gerade von ihren Urlaubsplänen erzählt und nicht eine Kampfansage an die anderen sieben Teams der Niederrheinliga abgegeben.

Die aktuelle Form untermauert aber die Ambitionen der Schwestern, die für den Gladbacher HTC spielen. Der führt das Klassement seit dem 6:3-Heimsieg gegen den Netzballverein Velbert am Wochenende mit drei Siegen aus drei Spielen an. Beide Moradians gewannen da ihre Einzel, Soraya zudem noch das Doppel mit Lizette Blankers. Nächster Gegner ist – ebenfalls An den Holter Sportstätten – am Samstag ab 13 Uhr der Sportpark Moers-Asberg. Gegen den setzten sich die GHTC-Damen in der Winterhallenrunde durch und holten punktgleich den Titel in der Niederrheinliga. „Das war relativ knapp“, sagt Soraya lakonisch. „Hauchdünn – es waren nur zwei Sätze Unterschied“, ergänzt Sheila. Sind die Moerserinnen im Sommer ähnlich stark? Sheila: „Im Winter haben die zwei Spielerinnen dabei, die jetzt nicht da sind, dafür haben sie jetzt Holländerinnen.“ Soraya: „Das kann man vorher nicht sagen. Das hängt immer davon ab, wie sie auflaufen.“

Die Moradian-Schwestern wiederum gehören zu den Stammspielerinnen des GHTC – und haben in dem Jahr, in dem der Klub sein 100-jähriges Bestehen feiert, selber ein kleines Jubiläum: Seit zehn Jahren spielen sie in Gladbach. „Unser damaliger Trainer hatte Kontakt zu einem sehr guten Freund von Hecki“, erinnert sich Sheila. Sie meint mit dem Spitznamen GHTC-Tennisdirektor Henrik Schmidt. „Hecki wollte das Damen-Tennis hier ausbauen, und unser Trainer hat gesagt: Ich kenne da zwei, die kommen sogar aus der Nähe. Wir haben damals in Bergheim gewohnt und in Bochum gespielt“, sagt Soraya. „Das waren immer anderthalb Stunden Fahrt. Das war auf Dauer zu weit.“

Die 25-Jährige studiert Jura in Düsseldorf und will ihr erstes Staatsexamen in diesem Jahr beenden, um danach als Anwältin zu arbeiten. Ihre zwei Jahre ältere Schwester hat vor anderthalb Jahren ihr Psychologie-Studium beendet, ist danach unter anderem nach Australien und Südostasien gereist. Nun steckt sie in der Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin.

Zum Tennissport kamen die Moradians über ihren älteren Bruder Sharwin. Warum ist der GHTC ihre sportliche Heimat geworden? Soraya: „Die Leute sind cool, echt super. Wir haben eine schöne Anlage, gutes Training, viele Spielpartner, schöne Team-Outfits. Dafür ein Lob an Hecki.“ Sheila: „Er ist sowieso ein Grund, warum wir hier sind. Wir hätten die Möglichkeit, in Düsseldorf zu spielen, was näher wäre, aber wir fühlen uns einfach super wohl hier, auch mit der angenehmen Atmosphäre im ganzen Klub.“ Und nach einer kurzen Pause rufen die Schwestern gleichzeitig: „Und der Pool!“ Der ist ein Highlight der GHTC-Anlage und kann sicher bei einem Aufstieg Ende Juni auch eher benutzt werden als bei den aktuell wenig erbaulichen Temperaturen.

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