Landesliga-Derby am Donnerstag in Mönchengladbach

Fußball : Afari wechselt von Odenkirchen nach Jüchen

Der VfL Jüchen hat jetzt Planungssicherheit für die neue Saison – nach dem Abstieg ist klar, dass er in der Bezirksliga spielen wird. Daher kann er personelle Entscheidungen treffen: Torwart Kevin Afari kommt aus Odenkirchen. Zu einem direkten Duell kommt es am Donnerstagabend nicht, der 35-Jährige ist in Urlaub. Marcel Winkens übernimmt nächste Saison das Traineramt in Jüchen, als Assistent kommt Christoph Coersten.

Der VfL Jüchen wird am Donnerstagabend (19.30 Uhr) das vorerst letzte Landesliga-Derby bestreiten. Mit dem Spiel gegen Nachbar SpVg. Odenkirchen verabschieden sich die Jüchener aus der Spielklasse. Nach der 2:4-Niederlage am vergangenen Sonntag beim Rather SV steht der Abstieg fest. Auch der als „Retter“ kurzfristig verpflichtete Georg „Jolo“ Krahwinkel, der Michele Fasanelli Anfang April auf dem Trainerstuhl beerbte, konnte den Absturz in die Bezirksliga nicht verhindern. „Der Abstieg ist das Ergebnis einer insgesamt verkorksten Saison“, sagt VfL-Vorsitzender Christoph Sommer. „In den vergangenen Wochen hat die Mannschaft Moral gezeigt und um ihre kleine Chance gekämpft. Wir müssen akzeptieren, dass es in dieser Saison nicht gereicht hat und greifen im nächsten Jahr wieder an.“

Sommer steckt schon mitten in den Planungen für die kommende Saison. Alle bisherigen personellen Entscheidungen unterlagen noch dem Vorbehalt der Spielklasse. Jetzt herrscht an der Stelle Sicherheit. Für das Traineramt hat der VfL mit Marcel Winkens einen „echten“ Jüchener verpflichtet. Der bringt mit seinem langjährigen Co-Trainer Christoph Coersten einen weiteren Jüchener mit. Zudem herrscht auf der Torwart-Position Klarheit. Ausgerechnet von Odenkirchen wechselt Kevin Afari nach Jüchen.

Die Personalie wird am Donnerstag aber keine Rolle spielen, da der 35-jährige Afari urlaubsbedingt fehlen wird. „In unserem letzten Saison-Heimspiel wollen wir natürlich gewinnen“, sagt Sommer. „Alle freuen sich auf das Derby.“ Unterstützung für Odenkirchen in Sachen Klassenverbleib wird es aus Jüchen nicht geben. Im Lokalduell geht es nicht um Punkte sondern um die Ehre. Mit einem Sieg könnte Jüchen den Abstiegsschmerz etwas lindern. Odenkirchen hat sich mit dem 6:4 gegen den VfR Krefeld-Fischeln zunächst von den Abstiegsplätzen fernhalten können. Durch den ersten Heimsieg in diesem Jahr haben die Gäste das Heft des Handelns in der Hand. Ein Sieg in Jüchen würde mit hoher Wahrscheinlichkeit den Klassenverbleib bedeuten.

„Das ist sicher ein spezielles Spiel“, sagt Trainer Jörg Pufahl. „Geschenke wird Jüchen nicht verteilen.“ Er weiß, dass Odenkirchen bei einer Niederlage dumm dastehen würde. „Wir haben es jetzt in der Hand, alles klarzumachen“, sagt Pufahl. „Die Mannschaft muss aber Ruhe bewahren.“

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