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Tennis in Mönchengladbach und Viersen: So laufen die Medensaisons

Aufstiegsrunde und Abstiegskampf : So schlagen sich die Tennis-Teams in der Medensaison

Nach den Sommerferien stehen bei den Tennis-Vereinen der Region noch einige Medenspiele auf dem Programm. Wir ziehen ein Zwischenfazit der bisherigen Saison und blicken auf Aufstiegsaspiranten und Abstiegskandidaten.

Lange mussten sich Mannschaftsführer Tim Ludwig und das Team des TC Giesenkirchen gedulden – und dann ging alles plötzlich sehr schnell. In der vergangenen Medensaison hatten die Herren des TCG den Aufstieg in die 1. Verbandsliga gefeiert. Doch wann und wie der Betrieb in der neuen Liga starten konnte, war wegen Corona lange unklar. „Knapp zwei Wochen vor dem Auftakt am 12. Juni haben wir dann erfahren, dass es endlich losgehen kann“, erklärt Ludwig.

Da beim Tennis naturgemäß genügend Mindestabstand eingehalten wird, konnte der TC seit Mitte April wieder mit dem Einzel-Training beginnen. Mit dem abrupten Saisonstart hatte das Team dann keinerlei Probleme: Zum Auftakt schlug der Liga-Neuling den TC RW Düsseldorf mit 9:0. „Das war sicherlich überraschend deutlich“, sagt Tim Ludwig, der sein Team aber in einer Außenseiterrolle verortet. „Wir haben nicht die Mittel, die andere Vereine in dieser Liga haben. Der Großteil unserer Mannschaft spielt seit zehn Jahren so zusammen, für uns ist das eher eine Bonus-Saison.“ So setzte es auch in den nachfolgenden Partien gegen BW Kamp-Lintfort und DSC 1899 wenig überraschend zwei Niederlagen.

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Und dann war da ja noch das Problem mit dem kurzfristigen Ligastart. „Wir hatten ehrlich gesagt nicht mehr damit gerechnet, dass es dann doch so schnell losgehen kann. Deshalb war ein Großteil des Teams am vergangenen Wochenende – zum Start der Sommerferien – bereits im Urlaub“, erzählt der Mannschaftsführer. „Gegen den Kahlenberger HTC konnten wir deshalb nicht antreten.“

Eine Klasse höher – in der Niederrheinliga – tritt der Viersener THC an. Nach einem Sieg und zwei Niederlagen ist die Marschroute nach den Ferien klar: Klassenerhalt. „Aber das könnte sehr schwer werden“, meint Teammanager Dietmar Orth. „Die Liga ist enorm stark und nach der Aufstockung auf neun Teams wird es in diesem Jahr wohl drei Absteiger geben.“ Richtungweisend könnte das kommende Duell am 21. August werden. Dann gastiert der GHTC II in Viersen.

Mit großer Vorfreude blicken die Damen des GHTC nach vorne. Für das Regionalliga-Team von Mannschaftsführerin Sheila Moradian geht es dann um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Uns hat das wirklich überrascht“, sagt Moradian. „Wir sind mit der Sorge gestartet, dass wir gegen den Abstieg kämpfen – jetzt haben wir die Möglichkeit aufzusteigen.“ Da es in der Corona-Saison keine Absteiger gab, wäre die Liga mit neun Vereinen recht groß gewesen.

Aus diesem Grund wurde die Liga in eine Fünfer- und eine Vierergruppe geteilt. Für die Aufstiegsrunde qualifizieren sich die ersten beiden Vereine der Gruppen. Die Damen des GHTC stehen bereits als Zweiter ihrer Liga fest und spielen am 21. August gegen den TC GW Aachen. „Das wird ein schwieriges Spiel“, sagt Moradian. Der Sieger trifft einen Tag später auf den Gewinner der Partie TC Deuten gegen TC Bredeney II.

Da Bredeney mit einem Team in der Bundesliga vertreten ist, wird sich der Aufstieg zwischen Deuten, Aachen und dem GHTC entscheiden. „Wir sind wahnsinnig stolz“, lobt Tennis-Ressortleiter Henrik Schmidt. „In dieser starken Regionalliga haben die Damen eine fantastische Saison gespielt.“