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Tennis-Saison am Niederrhein beginnt am Wochenende

Vereine im Kreis Kleve sind startklar : Aufschlag zur Tennis-Saison

Der Start musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Doch an diesem Wochenende geht es endlich los. Das Warten hat sich gelohnt, weil jetzt auch Doppel erlaubt sind und die Umkleidekabinen benutzt werden dürfen.

Mehrfach musste der Start der Tennis-Medensaison wegen der Corona-Krise zuletzt verschoben werden, nun aber ist es endlich so weit. Auf den Tennisplätzen der Region geht es ab Samstag um Punkte. Schließlich sind Doppel und Einzel an der frischen Luft wieder erlaubt. Anders als im vergangenen Jahr hat sich der Tennis-Verband Niederrhein (TVN) dazu entschieden, die Auf- und Abstiegsregelung wieder greifen zu lassen. Den Teams wurde ein Rückzugsrecht zugestanden, das ebenfalls einen Abstieg nach sich zieht. Im Kreis Kleve aber zogen kaum Mannschaften zurück.

Mittlerweile ist klar: Bei einer Inzidenz von unter 50 ist die Benutzung der Umkleiden und Duschen möglich. Zudem dürfen die Vereine ihre Gastronomien öffnen. Sollten die Corona-Zahlen in Kreisen höher liegen, gewährt der TVN den Klubs die Möglichkeit, im gegenseitigen Einverständnis Begegnungen bis zum Saisonende am 26. September zu verlegen oder das Heimrecht zu tauschen. „Die Stimmung vor der Saison hatte sich mit Blick auf die Inzidenzen immer wieder gedreht. Seit aber klar ist, dass die Duschen offen sind, wir Doppel spielen dürfen und auch die Anfahrt mit dem Auto unproblematisch ist, freuen wir uns sehr“, sagt Hans Reder, Kapitän der Herren 65 des TC Grün-Weiß Reichswalde, die auch in diesem Jahr in der Niederrheinliga an den Start gehen.

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Nachdem in der vergangenen Saison vier Teams zurückgezogen hatten, gelang den Klevern der Klassenverbleib. Nun aber ist nur der TC BW Veert in der Spielklasse außen vor. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt unter normalen Bedingungen. Wir wollen beweisen, dass wir uns in der Liga als Aufsteiger behaupten können. Wir sind zuversichtlich, dass das gelingt“, sagt Reder. Nominell aber seien die meisten Teams stärker aufgestellt. Davon zeugen die höheren Leistungsklassen, so Reder.

Das höchstspielende Team aus der Kreisstadt sind die Herren 80 der Klever Tennisvereinigung Rot-Weiss. Das Team um Mannschaftsführer Ulf Jenisch startet in der Niederrheinliga. Die Herren 65 des TC Kellen sind wiederum in der Ersten Verbandsliga aktiv. Die Herren 65 des Rinderner TC treffen in der Ersten Verbandsliga für Vierer-Teams auch auf den TC Blau-Weiß Issum. Die Damen 50 des TC Blau-Weiß Rees kämpfen in der Zweiten Verbandsliga um Zählbares.

 Dieter Tebest ist die Nummer eins der Herren 65 des TC Reichswalde in der Niederrheinliga.
Dieter Tebest ist die Nummer eins der Herren 65 des TC Reichswalde in der Niederrheinliga. Foto: Markus van Offern (mvo)

Die Herren 30 des Uedemer TC schlagen wie 2020 in der Ersten Verbandsliga auf. „Für diese Saison haben wir uns den Klassenerhalt als Ziel gesetzt. Die Konkurrenz ist groß, die anderen Mannschaften sind stark besetzt. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir das Ziel erreichen können“, sagt Andrej Nitsche, der an erster Stelle gemeldet ist. Personell habe sich im Vorfeld der Medensaison in Uedem wenig getan. Mit Oliver Horn, Manuel Bossig oder Philipp Zita sind weiterhin gleich mehrere lokale Tennis-Größen bei den Herren 30 gemeldet. Die stärksten Teams der Klasse seien der TC Eintracht Duisburg und der TC Kaiserswerth, so die Prognose von Andrej Nitsche. „Natürlich weiß man nie, ob immer alle Akteure der Setzliste auch wirklich spielen. Nur auf dem Papier sind diese beiden Mannschaften meine Favoriten, da sie die Spieler mit den höchsten Leistungsklassen haben“, sagt er.

Die Damen 60 des TC Rot-Weiß Goch gehen in der Niederrheinliga auf Punktejagd, die Herren 70 des Vereins sind in der Zweiten Verbandsliga am Start. Die Gocher Damen 65 spielen in der Doppelrunde der Zweiten Verbandsliga um Punkte.

Die Herren 70 des TC BW Issum wollen genauso wie jene des TC Blau-Weiß-Gold Straelen in der Ersten Verbandsliga Eindruck machen. „Wir sind zuversichtlich, dass uns eine schöne Saison bevorsteht, wenn alle fit sind. Dann können wir in der Liga bleiben“, sagt Kapitän Wolfgang Machost, der auch als Spielleiter des TVN einiges zu tun hat. „Mich erreichen viele Anrufe, die Leute haben eine Menge Fragen: Was ist zum Beispiel, wenn die Inzidenz lokal den Wert von 50 überschreitet, wie es aktuell in Hagen der Fall ist? Da stehe ich dann Rede und Antwort“, sagt er.

Die Issumer Damen der offenen Klasse gehen erneut in der Zweiten Verbandsliga an den Start. Spitzenspielerin des Teams ist Zita Engbroks, Mannschaftsführerin Alexandra Nitsche schlägt an der dritten Position auf.

Für die Herren 55 des TC Grün-Weiß Geldern geht es in der Zweiten Verbandsliga um Punkte, die Herren 60 des Tennisvereins Winnekendonk schlagen im Sommer ebenfalls in dieser Klasse auf.