Borussia Mönchengladbach will Niederlagenserie beenden

Handball : Dem TV Korschenbroich fehlt der Kopf seines Spiels

Mittelmann Mats Wolf fällt für den Rest der Saison aus, somit auch für die Partie am heutigen Samstag beim BTB Aachen, wo der TVK eine Revanche für das Pokal-Aus anstrebt. Borussia will sich rehabilitieren, dem TV Geistenbeck geht es ebenso, der TVK II möchte seine magere Ausbeute aufbessern.

Mit dem BTB Aachen hat der TV Korschenbroich noch eine Rechnung offen. Zwar entschied der TVK das erste Duell in der Nordrheinliga mit 32:26 klar für sich, doch dann scheiterte er im Viertelfinale des Deutschen Amateur-Pokals (DAP) bei der 25:29-Niederlage an den Aachenern. Die schafften dann tatsächlich den Sprung ins Finale des DAP, das vor dem Pokal-Endspiel der Profis in Hamburg ausgetragen wird, und unterlagen dort erst im Siebenmeterwerfen dem Viertligisten ATSV Habenhausen.

Mit je neun Toren waren da Simon Breuer und der Ex-Korschenbroicher Simon Bock die besten Werfer der Aachener, auch im Viertelfinale war das Duo aus Mittelmann und Halbrechtem vom TVK nicht zu stoppen gewesen. „Die beiden müssen wir jetzt in den Griff bekommen“, sagt Dirk Wolf vor der Auswärtspartie am Samstag beim BTB. Der Korschenbroicher Trainer hat das Pokal-Aus gegen Aachen längst abgehakt: „Es wäre ein schönes Beibrot gewesen, nach Hamburg zu fahren. Wir haben uns geärgert, aber Aachen war an dem Tag besser. In der Meisterschaft haben wir gut gegen sie gespielt, daran wollen wir nun anknüpfen. Es ist ein richtungsweisendes Spiel für unser Saisonziel, unter den ersten Fünf zu bleiben.“ Allerdings fällt ein Trio verletzt aus: Torwart Felix Krüger (Nasenbeinbruch), Rückraumspieler Steffen Brinkhues (internistische Probleme) und Mittelmann Mats Wolf (Entzündungen des Schambeins, der Leiste und der Bauchmuskulatur), für den die Saison beendet ist. Damit fehlt dem TVK im Endspurt der Kopf seines Spiels. „Der Rest ist aber fit, alle konnten über Ostern mal Kraft tanken“, sagt Dirk Wolf, dessen Team am Mittwoch noch einen 32:22-Testspielsieg gegen den TV Oppum (Oberliga) feierte.

In der Oberliga will Borussia in den letzten beiden Partien einen ordentlichen Saison-Abschluss erreichen. Nach vier Niederlagen in Folge ist das allerdings kein leichtes Unterfangen. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie zumindest kämpferisch alles abruft“, fordert Trainer Tobias Elis. „Man kann durchaus einmal ein Spiel verlieren, aber man muss nach dem Spiel auch sagen können, alles versucht zu haben, um das Parkett als Sieger zu verlassen. Und das kann ich gerade von unserem letzten Auftritt nicht behaupten“, ergänzt Elis.

Das letzte Auswärtsspiel der Saison bestreiten die Borussen am heutigen Samstag beim Tabellenvierten TV Angermund. „Das ist eine richtig starke Mannschaft mit einem glänzend besetzten Rückraum“, so Elis. „Es wird wichtig sein, dass wir endlich wieder die alte Stärke in der Abwehr finden. Aber das dürfte alleine nicht ausreichen. Die Wurfquote in den letzten Spielen ließ doch einige Wünsche offen. Wir müssen einfach konzentrierter auftreten, geduldig auf unsere Chancen warten und die dann natürlich auch nutzen.“ Personell können die Gäste wieder aus dem Vollen schöpfen, so ist auch Abwehrchef Thomas Prinz wieder dabei. „Das gibt uns wichtige Alternativen, auch wenn Thomas sicherlich noch nicht über die ganze Distanz gehen kann“, sagt Elis.

In der Verbandsliga hat die Zweitvertretung des TVK bislang nur magere drei Püntkchen sammeln können. Doch die Schützlinge von Trainer Tom Strack wollen diese Bilanz ein wenig aufhübschen. Am Sonntag geht es zum Viertletzten HSG Wesel, der zwar nicht mehr auf einen aktuellen Abstiegsplatz abrutschen kann, allerdings bei der bestehenden Gefahr eines vermehrten Abstiegs noch einige Punkte sammeln sollte. „Wir haben durchaus die Chance, in Wesel etwas Zählbares zu erreichen“, glaubt  Strack. „Bis auf unseren Torhüter Nico Hosspe können wir seit langer Zeit mal wieder auf unseren kompletten Kader zurückgreifen. Außerdem muss Wesel unbedingt gewinnen, um nicht noch in eine eventuelle Relegation zu kommen, was ja durchaus auch zu Verspannungen führen kann. Eigentlich müsste das ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe sein.“

Der TV Geistenbeck ist gleich auf zweifache Wiedergutmachung aus, wenn er den TSV Kaldenkirchen empfängt, denn das Hinspiel verlor er mit 25:30. „In Kaldenkirchen haben wir das Spiel in den letzten 15 Minuten verloren. Dabei hatten wir insbesondere mit dem wurfstarken Rückraum des TSV unsere Probeleme“, erinnert sich Trainer Thomas Laßeur. „Den müssen wir auf jeden Fall besser in den Griff bekommen.“ Im letzten Heimspiel der Saison wollen sich die Gastgeber zusätzlich für die schwache Vorstellung beim letzten Spiel in Vennikel (22:26) rehabilitieren. „Da haben wir eine Vielzahl von Chancen liegenlassen, deshalb haben wir in dieser Woche auch an unserer Treffsicherheit gearbeitet. Die Niederlage war unnötig und auch sehr ärgerlich, weil wir damit die Chance vertan haben, im Jahr 2019 ungeschlagen zu bleiben. In der Pause haben wir nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern weiter trainiert, denn nach den letzten beiden Spielen haben wir ja auch noch das Final-Four im Pokal vor der Brust und können deshalb auch nicht ans Abschalten denken“, sagt Laßeur.

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