Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen müssen auch in Personalnot punkten

Heimspiel gegen Essen : Fußballerinnen müssen auch in Personalnot punkten

Die Verletztenliste bei Bayers Frauen ist lang. Trainer Achim Feifel übt sich vor dem Spiel gegen Essen dennoch in Optimismus.

Ursprünglich wollte Achim Feifel Spielerinnen wie Isabel Kerschowski, Saskia Meier oder Frederike Kempe nach deren langen Verletzungspausen behutsam heranführen. Erste Einsätze waren erst nach der Winterpause geplant. Nun aber muss der Trainer von Bayers Fußballerinnen notgedrungen von dieser Linie abweichen.

Gut möglich, dass die ein oder andere Rückkehrerin bereits am Sonntag beim Heimspiel gegen die SGS Essen (14 Uhr, Kurtekotten) wieder zum Kader gehört – oder besser gesagt: gehören muss. Dazu zwingt den Übungsleiter die immer angespanntere Personalsituation. „Die ein oder andere Verletzung oder Sperre lässt sich ja verkraften. Aber was wir diese Saison durchmachen, ist echt nicht mehr normal“, beklagt der Trainer. Die neuesten Kapitel der nicht enden wollenden Serie schlechter Nachrichten: Lena Uebach ist nach ihrer Gelb-Roten Karte gegen Wolfsburg gesperrt. Beim 0:7 gegen den Spitzenreiter verletzte sich zudem Henrietta Csiszár leicht. Ob sie rechtzeitig für das Essen-Spiel fit wird, bleibt abzuwarten. Relativ sicher nicht zur Verfügung steht zudem Gianna Rackow, die sich unter der Woche krankmeldete.

Es wäre nun ein Leichtes für Feifel, die zahlreichen Ausfälle als eine Entschuldigung für möglichen Misserfolg vorzubereiten – zumal die SGS als Tabellenvierter nicht zu den einfacheren Gegnern zählt. Aber so ist er nicht gestrickt. „Wir haben gegen Duisburg, Köln und Sand Punkte liegen lassen und stehen nun in der Pflicht“, betont er. Noch zwei Partien trennen Feifel von der Winterpause, nach der er personell – so die Hoffnung – wieder deutlich größere Auswahl haben wird. Und in denen will der Bayer-Coach freilich unbedingt punkten.

Nur noch zwei Zähler beträgt aktuell der Vorsprung auf Duisburg und (auf dem ersten Abstiegsplatz) Köln. Die Lage würde sich ohne eigene Zähler schon am Sonntag weiter verschlechtern. Denn die beiden Verfolger treffen im Parallelspiel aufeinander und nehmen sich die Punkte gegenseitig.