TSV Bayer 04 Leverkusen: Die Giants setzen voll auf den Heimvorteil

Nach zuletzt zwei Niederlagen : Giants bitten Panthers zum Aufsteiger-Duell

Am Sonntag (16 Uhr) empfangen die Leverkusener Basketballer die Panthers Schwenningen zum ProA-Duell in der Ostermann-Arena.

Fünf ihrer bisherigen sechs Heimspiele haben die Bayer Giants in dieser Zweitliga-Saison gewonnen. Daran wollen die Leverkusener auch am Sonntag ab 16 Uhr anknüpfen – und damit die beiden jüngsten Auswärtsniederlagen vergessen machen. Zu Gast in der Ostermann-Arena ist in den Panthers Schwenningen ein alter Bekannter. Das Team ist im vergangenen Sommer gemeinsam mit den Giants in die ProA aufgestiegen.

So erfolgreich wie Leverkusen haben sich die Schwenninger bislang allerdings nicht präsentiert. Drei Siege und acht Niederlagen hat die Mannschaft auf dem Konto und belegt damit den 13. Rang in der 17-köpfigen Liga. Bemerkenswert war vor allem ein dominanter 101:67-Erfolg über Ehingen Urspring. „Schwenningen verfügt über ein sehr gefährliches Team mit einigen individuell starken Jungs“, sagt Giants-Coach Hansi Gnad. Mit Rasheed Lee More hielten die Panther ihren wohl besten Spieler des Vorjahres. Der US-Amerikaner funktioniert auch in der ProA, in der er es durchschnittlich auf 15,8 Punkte bringt.

Im Schnitt zweistellig punkten außerdem David Dennis und Marco Bacak. Dazu haben sich die Schwenninger erst kürzlich mit Ivan Mikulic verstärkt. Der Aufbauspieler ersetzt Sean Lloyd, von dem sich der Verein trennte. „Man kann wohl davon ausgehen, dass sie nicht ganz so zufrieden mit ihm waren“, sagt Gnad. „Aber ich weiß es natürlich nicht.“ Der Giants-Coach blickt auf seine Mannschaft – und ist zuversichtlich. „Bis auf drei Tage haben wir hart durchtrainiert.“

Die kurze Pause nutzte der Coach, um eine geplante Ellbogen-Operation hinter sich zu bringen. „Und den Jungs hat es auch nicht geschadet. Schließlich hatten wir genug Angeschlagene, die auch ein paar freie Tage gebraucht haben.“ Im Fokus der Vorbereitung stand die Integration von Sheldon Eberhardt. Der Zugang, der beim Auswärtsspiel in Trier zu seinem Debüt gekommen war, musste sich in den taktischen Systemen zurechtfinden. „Viele Bausteine sind von Team zu Team anders. Da ist nicht eine Sache, die er lernen und verinnerlichen muss, sondern vielleicht 15. Es wird also bestimmt auch am Sonntag irgendwo noch haken“, erläutert Gnad.

Grundsätzlich ist der Coach von seinem Zugang überzeugt, der den bei den Giants glücklosen Eric Cooper ersetzt: „Er ist ein sehr guter Allrounder, der anständig wirft, über ein gutes Dribbling verfügt und hohes Spielverständnis zeigt. Er bringt viele Dinge mit, die hervorragend in unser Konzept passen.“

Die Stimmung war übrigens trotz der beiden jüngsten Niederlagen ordentlich. „Niemand verliert gerne, aber Siege in Trier oder Jena sind eben kein Muss. Wir können auf diesem Level einfach nicht immer gewinnen“, sagt Gnad, der indes alles daransetzt, jedes Mal zumindest eine Chance zu haben. Dazu gehört auch die Verbesserung der Dreier-Quote, die noch zu wünschen übrig lässt. „Vorige Saison gehörten die Dreier zu unseren großen Stärken. Das wissen die Gegner, so dass wir gezwungen werden, Würfe zu nehmen, die wir vielleicht nicht nehmen sollten“, erläutert Gnad. „Aber wir haben noch Potenzial nach oben.“ Und wie lässt sich das verbessern? „Werfen, werfen, werfen. Die Jungs müssen in ihren Rhythmus finden.“