Bayer 04 Leverkusen: Wolfsburg lässt Fußballerinnen keine Chance

Frauenfußball-Bundesliga : Wolfsburg lässt Fußballerinnen keine Chance

Bayers Bundesliga-Frauen liegen gegen das Star-Team des VfL schon zur Halbzeit klar in Rückstand und verlieren am Ende 0:7.

Fans von Bayers Fußballerinnen, die das Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Fernseher verfolgen wollten, hätten sich im Nachhinein wohl gewünscht, Eurosport hätte sich noch etwas länger Zeit gelassen. Just als der Sender in der elften Spielminute vom Skispringen in die bereits laufende Partie schaltete, fiel auch schon das erste Gegentor durch Ewa Pajor. Und es ging ebenso unerfreulich weiter. Mit 0:7 (0:4) unterlagen die Leverkusenerinnen schließlich dem internationalen Star-Ensemble. Der Titelverteidiger spielte das Team von Trainer Achim Feifel dabei zum Hinrunden-Abschluss her wie noch kein Gegner in dieser Saison.

Die verletzte Torhüterin Anna Klink musste hilflos mit ansehen, wie ihre Vertreterin Anna Wellmann Treffer um Treffer kassierte. Schon zur Pause verlieh sie ihrem Mitgefühl Ausdruck. Da hatte Wellmann nach Treffern von Pernille Harder (15./36.) und Maritz (18.) weitere drei Mal den Ball aus dem Netz holen müssen. Die Schuld der Torfrau war das freilich nicht. „Sie hat sogar noch einige Bälle gehalten“, sagte Klink.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die nur nominellen Platzherrinnen denkbar weit entfernt von einem sehr guten Tag, den Klink wie Feifel als Grundvoraussetzung dafür genannt hatten, gegen den Gegner mit Ambitionen auf die Titel in Liga, Pokal und Champions League überhaupt Chancen auf Zählbares haben zu können. „Der Unterschied war einfach zu gravierend. Wolfsburg war zu stark“, betonte der Trainer. Dass die Wolfsburgerinnen Bayer weitere Tore durch Harder (52., Foulelfmeter), Fridolina Rolfö (53.) und Zsanett Jakabfi (89.) einschenkte, war dabei nicht einmal das Schlimmste.

Weit ärgerlicher war der Platzverweis von Lena Uebach. Sie sah in der 72. Minute Gelb-Rot und fehlt ihrem ohnehin personell gebeutelten Team damit sicher am Sonntag beim Heimspiel gegen die SGS Essen. Auch bei Henrietta Csiszár sah es nicht gut aus. Die Ungarin probierte es nach einem schmerzhaften Zusammenprall mit Alexandra Popp zunächst weiter, musste aber schließlich passen (26.).

Bayer 04 Wellmann; Uebach, Wirtz, Vinken, Sahlmann – Zeller, Wimmer, Rudelic, Csiszár (26. Reger), Rackow (46. Jessen) – Nikolic.